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PolitikCosta Rica

Costa Rica: Laura Fernández gewinnt Präsidentschaftswahl

2. Februar 2026

Die konservative Ex-Ministerin ist die Wunschkandidatin des amtierenden Mitte-Rechts-Präsidenten Rodrigo Chaves. Sie hatte im Wahlkampf versprochen, dessen harte Sicherheitspolitik fortzusetzen.

Präsidentschaftswahl in Costa Rica: Laura Fernández bei ihrer Siegesrede, umgeben ist sie von klatschenden, jubelnden Menschen
Präsidentschaftswahl in Costa Rica: Laura Fernández bei ihrer SiegesredeBild: Marvin Recinos/AFP/Getty Images

In Costa Rica hat die rechtsgerichtete Ex-Ministerin Laura Fernández nach Auszählung fast aller Stimmen die Präsidentschaftswahl für sich entschieden. Laut den offiziellen Teilergebnissen aus 88 Prozent aller Wahlkreise kam Fernández auf knapp 49 Prozent der Stimmen - neun Prozent über dem für einen Wahlsieg in der ersten Runde benötigten Stimmanteil -, wie die Wahlbehörde des zentralamerikanischen Landes am Sonntag (Ortszeit) mitteilte.

Rivale Álvaro Ramos räumt seine Niederlage ein

Insgesamt traten 20 Kandidaten in Costa Rica bei der Wahl für einen Nachfolger von Präsident Rodrigo Chaves an. Der stärkste Rivale von Fernández, der moderat-konservative Ökonom Álvaro Ramos von der sozialdemokratischen Nationalen Befreiungspartei, erhielt 33 Prozent der Stimmen und räumte seine Niederlage ein.

Laura Fernández winkt Anhängern zu bei ihrem WahlkampfabschlussBild: Marvin Recinos/AFP

In einem im Fernsehen übertragenen Telefonat mit Chaves erklärte sich Fernandéz zur "gewählten Präsidentin". Auf einer Wahlparty ihrer konservativen Partei PPSO dankte Fernández ihrem Vorgänger und Mentor Chaves für sein Vertrauen. Sie werde nun "unermüdlich kämpfen", um sicherzustellen, dass Costa Rica "den Weg des Wirtschaftswachstums, der Freiheit und vor allem des Fortschritts" weitergehe.

Salvadors Präsident Bukele ist ihr Vorbild    

Die 39-jährige Politologin Fernández war mit dem Versprechen zur Wahl angetreten, rigoros gegen die Drogenkriminalität im Land vorzugehen. Sie bezeichnete den Präsidenten von El Salvador, Nayib Bukele, als ihr Vorbild, der mit eiserner Faust gegen kriminelle Banden vorgeht.     

Vorbild von Fernández: El Salvadors Präsident Nayib Bukele (Archivfoto)Bild: Salvador Melendez/AP Photo/dpa/picture alliance

Der Staatschef von El Salvador war auch der erste, der Fernández zum Wahlsieg gratulierte: "Ich habe soeben telefonisch der gewählten Präsidentin von Costa Rica, Laura Fernández, gratuliert", erklärte Bukele im Onlinedienst X, noch bevor alle Wahlkreise ausgezählt waren. "Ich wünsche ihr größtmöglichen Erfolg in ihrer Regierung und alles Gute für das geliebte Brudervolk Costa Ricas", fügte er hinzu.     

Rund 3,7 Millionen Wahlberechtigte waren zur Stimmabgabe bei den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Costa Rica aufgerufen gewesen. Das neue Oberhaupt von Staat und Regierung wird sein Amt am 8. Mai antreten.

Costa Rica ist bei Touristen beliebt     

Fernández trat für die PPSO von Präsident Chaves an, der gemäß der Verfassung des zentralamerikanischen Landes nicht für eine zweite Amtszeit kandidieren durfte. Zu Fernández' Rivalen gehörten neben Ramos auch der linksgerichtete Politiker Ariel Robles.     

Der amtierende Präsident von Costa Rica, Rodrigo Chaves, konnte trotz seiner Popularität nicht erneut kandidieren (Archivfoto)Bild: Mayela Lopez/REUTERS

Das 5,2-Millionen-Einwohner-Land in Zentralamerika genießt wegen seiner stabilen demokratischen Verhältnisse und seiner Naturschönheiten international einen guten Ruf und ist bei Touristen beliebt. Allerdings hat in Costa Rica die Gewaltkriminalität deutlich zugenommen, weshalb Fragen der Sicherheit bei den Wahlen eine zentrale Rolle spielten.

Bislang hatte Costa Rica nur eine Präsidentin: Laura Chinchilla regierte von 2010 bis 2014 und gewann ebenfalls in der ersten Runde ohne Stichwahl.

pg/se (dpa, afp, epd, rtr)

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