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PolitikGlobal

News kompakt: Sieg und Wahlschlappe zugleich in Dänemark

25. März 2026

Die Sozialdemokraten in Dänemark stehen vor einer schwierigen Regierungsbildung. Die USA haben einen 15-Punkte-Plan für den Iran. Meta muss eine Millionenstrafe zahlen. Das Wichtigste in Kürze.

Mette Frederiksen blickt ernst
Bitterer Sieg für Mette Frederiksens SozialdemokratenBild: Leonhard Foeger/REUTERS

Dänemark steht nach der Parlamentswahl vor einer schwierigen Regierungsbildung. Die Sozialdemokraten von Regierungschefin Mette Frederiksen wurden zwar mit 21,9 Prozent der Stimmen erneut stärkste Partei, schnitten aber so schlecht ab wie seit Jahrzehnten nicht. Ihre bisherige Drei-Parteien-Koalition der politischen Mitte ist von einer Mehrheit im Parlament weit entfernt. Auch für ein Bündnis aus Frederiksens Sozialdemokraten und mehreren links-grünen Parteien fehlt eine solche Mehrheit nach Auszählung aller im Land abgegebenen Stimmen.

Beobachtern zufolge wurde Frederiksen sowohl von links als auch von rechts für ihre Politik abgestraft. Während linken Wählern ihre harte Migrationspolitik zu ⁠weit ​ging, stuften Wähler aus dem rechten Spektrum ​sie in Wirtschaftsfragen als nicht vertrauenswürdig ein.

Pläne für Ende des Irankriegs und Lockerung der Straße von Hormus

Die USA haben nach Medienberichten dem Iran einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges übermittelt. Demnach wurde der Vorschlag von Pakistan an den Iran weitergegeben. Laut dem Konzept soll der Iran die Atomanlagen Natans, ​Isfahan und Fordow außer Betrieb setzen. Zudem müsse in der Straße von ​Hormus ein freier Schiffsverkehr gewährleistet werden.

Laut der iranischen UN-Vertretung in New York lockert der Iran seine Regeln für die Durchfahrt durch die Meerenge. Schiffe, die nicht als feindlich gelten, dürften den Seeweg nutzen - sofern sie sich an alle iranischen Sicherheitsvorschriften hielten und die Passage mit den zuständigen Behörden abstimmten. Die für den internationalen Energiehandel zentrale Wasserstraße ist für weite Teile der Schifffahrt faktisch blockiert. Hunderte Tanker, Containerschiffe und Frachter liegen in der Region fest.

US-Jury spricht Meta wegen ungenügendem Kinderschutz schuldig

Meta ist in den USA wegen mangelnden Schutzes von Kindern auf seinen Plattformen zu einer Strafzahlung von 375 Millionen Dollar verurteilt worden. Eine Jury im Bundesstaat New Mexico sah es als erwiesen an, dass der Facebook-Mutterkonzern gegen dortige Verbraucherschutzgesetze ⁠verstoßen ⁠habe.

Will in Berufung gehen: Meta-Chef Marc ZuckerbergBild: Algi Febri Sugita/ZUMA/picture alliance

Der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates hatte Meta vorgeworfen, Nutzer über die Sicherheit von Facebook, Instagram und WhatsApp zu täuschen und die sexuelle ​Ausbeutung von Kindern zu begünstigen. Sexualstraftätern sei ein ungehinderter Zugang zu minderjährigen Nutzern gewährt ​worden, was oft zu tatsächlichem Missbrauch und Menschenhandel geführt habe. Meta kündigte an, ​in Berufung zu gehen.

Verdächtige wegen Spionage für Russland gefasst

Die Bundesanwaltschaft hat im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen und in Spanien zwei mutmaßliche Spione festnehmen lassen, die im Auftrag eines russischen Geheimdienstes tätig gewesen sein sollen. Dabei handelt es sich um einen ukrainischen Staatsangehörigen und eine Rumänin. 

Ist zuständig: der GeneralbundesanwaltBild: Christoph Schmidt/dpa/picture alliance

Wie die Karlsruher Behörde mitteilte, sollen die beiden in Deutschland einen Unternehmer ausgespäht haben, der Drohnen und dazugehörige Bauteile in die Ukraine liefert. Dazu soll der ukrainische Verdächtige seit Dezember 2025 Informationen im Internet gesammelt und Videos angefertigt haben. Nach dem Umzug des Mannes nach Spanien habe die rumänische Spionin den Auftrag übernommen.

Die Frau soll an diesem Mittwoch einem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt werden. Dieser entscheidet darüber, ob sie in Untersuchungshaft kommt. Der festgenommene Mann muss zunächst noch aus Spanien nach Deutschland überstellt werden.

Regierung präsentiert Aktionsplan gegen Erderwärmung

Das Bundeskabinett will an diesem Mittwoch ein neues Klimaschutzprogramm beschließen. Darin legt die Regierung fest, wie sie ihre Klimaziele erreichen will. Bislang ist dies nicht gewährleistet. Probleme gibt es insbesondere im Gebäude- und Verkehrssektor. Umweltminister Carsten Schneider will das Programm nach der Verabschiedung im Kabinett der Öffentlichkeit präsentieren.

Deutschland hat sich das Ziel gesetzt, seinen Ausstoß an Treibhausgasen bis 2030 um 65 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Die jüngsten Daten des Umweltbundesamtes geben aber nur einen Rückgang um 62,6 Prozent her.

NASA plant neue Mondstation

Die US-Raumfahrtbehörde NASA baut ihr Mondprogramm weiter grundlegend um. Neues Ziel sei eine dauerhafte menschliche Präsenz auf dem Mond, verkündete NASA-Chef Jared Isaacman bei einer Veranstaltung in Washington. In die dafür vorgesehene Mondstation würden in den nächsten sieben Jahren rund 20 Milliarden Dollar investiert. Dafür werde es zahlreiche Weltraum-Missionen geben.

Ein fernes Ziel - der MondBild: Tayfun Coşkun/Anadolu/picture alliance

Zugunsten des Vorhabens sollen die bisherigen Pläne für eine um den Mond kreisende Raumstation namens "Gateway" auf Eis gelegt werden. Die Station, an der auch die europäische Raumfahrtagentur ESA beteiligt war, sollte als Ausgangspunkt für bemannte Missionen zum Mond und später möglicherweise auch zum Mars dienen.

Die NASA plane auch, bis 2028 das erste nuklearbetriebene Raumschiff zum Mars zu schicken, erklärte Isaacman weiter. Die Raumfahrtbehörde wolle die amerikanische Führungsrolle im All auch künftig sicherstellen.

fab/se/gri (dpa, afp, rtr, ap)

Dieser Nachrichtenüberblick wurde um 9.00 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.

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