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"Das Leben des Geheimdienstlers Walerij Krawtschenko ist in Gefahr"

19. Februar 2004

– Erste Reaktionen von Vertretern des Oppositions-Bündnisses "Unsere Ukraine"

Kiew, 19.2.2004, RAZOM.ORG.UA, Internetseite des Bündnisses "Unsere Ukraine", ukrain.

Im Zusammenhang mit der Erklärung des Generals der Auslandsaufklärung der Ukraine, Walerij Krawtschenko, wonach die ukrainische Führung die diplomatischen Vertretungen des Landes anweise, oppositionelle Abgeordnete zu überwachen, hat der ukrainische Abgeordnete Iwan Pljuschtsch erklärt, dass man derzeit nur zur Form und nicht zum Inhalt der Äußerungen Stellung nehmen könne.

"Über den Inhalt der Erklärung wird man erst dann diskutieren können, wenn Walerij Krawtschenko das versprochene Material dem Parlamentsausschuss für Menschenrechte übergibt. Das ist tatsächlich ein mutiger Schritt des Geheimdienstgenerals. Eine solche Erklärung wird die Durchführung demokratischer Wahlen in der Ukraine fördern", betonte Iwan Pljuschtsch.

Auf die Frage, ob man realistisch von einer sicheren Rückkehr des Geheimdienstgenerals in die Ukraine nach dieser aufdeckenden Erklärung sprechen könne, sagte der Parlamentarier, dass der Geheimdienstler nicht zurückkehren solle, weil Gefahr für sein Leben drohe. (...)

Der ukrainische Abgeordnete Roman Swarytsch ist der Ansicht, dass es keinen Grund gibt, an der Echtheit der Informationen, die vom General der ukrainischen Aufklärung Walerij Krawtschenko veröffentlicht wurden, zu zweifeln. "Wenn man berücksichtigt, was heute im Lande geschieht, dann muss man mit allen möglichen Schritten rechnen", sagte der Parlamentarier. Roman Swarytsch ist überzeugt, dass Walerij Krawtschenko die ihm vorliegenden Dokumente dem Menschenrechtsbeauftragten und dem Führer des Bündnisses "Unsere Ukraine", Wiktor Juschtschenko übergeben müsse, weil in der Erklärung des Generals von der Überwachung von Abgeordneten des Bündnisses "Unsere Ukraine" gesprochen worden sei. "Diese Dokumente braucht das Bündnis ‚Unsere Ukraine‘, um das vorliegende Problem auf dem Rechtsweg zu lösen", sagte Roman Swarytsch. (MO)

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