Dauerfrost hat Europa fest im Griff
1. Februar 2012Am schlimmsten betroffen ist die Ukraine. Dort sind infolge des Dauerfrosts 13 weitere Menschen gestorben. Folglich sind mindestens 43 Menschen seit Donnerstag durch die Kälte gestorben Mehr als 800 Menschen sind wegen Erfrierungen und Unterkühlung in medizinischer Behandlung. Mehr als 400.000 Schüler wurden notgedrungen in den Ferien geschickt.
Die Rumänen kämpfen ebenfalls mit den „sibirischen“ Verhältnissen. Dort sind innerhalb 24 Stunden sechs weitere Menschen ums Leben gekommen. Darunter sei auch ein Baby, das in einem nicht geheizten Haus im Nordosten des Landes erfror, gab das rumänische Gesundheitsministerium bekannt. Die Temperaturen sanken in der Nacht zum Mittwoch auf bis zu minus 32,5 Grad Celsius.
Appell an die Bevölkerung
Der Dauerfrost hat nach jüngsten Meldungen auch in Polen, Tschechien und der Slowakei sieben weitere Menschenleben gefordert. Polens Innenminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysza appellierte an der Bevölkerung, sich den Obdachlosen zuzuwenden: „Es ist nicht die Kälte, die die Leute tötet. Es ist die Teilnahmslosigkeit, die tötet“.
Auch in Bulgarien sanken die Temperaturen auf Rekordwerte von bis zu minus 31,4 Grad. Die Medien berichten von zehn Kälteopfern seit Wochenbeginn.
Die Kältewelle hat zeitweise den Busverkehr in Istanbul lahmgelegt. Hier erreichte die Schneehöhe bis zu einem halben Meter.
Auch in Frankreich schlug die Kälte zu
Der Dauerfrost hat auch in Frankreich für chaotische Verhältnisse gesorgt. In Südosten des Landes und auf Korsika sind mindestens 45.000 Haushalte aufgrund starken Schneefalls ohne Strom.
In Deutschland lässt die „sibirische“ Kälte die Temperaturen immer tiefer sinken. Den aktuellen Wetterberichten zufolge könnten am Donnerstag die Temperaturen in Berlin auf minus 15 Grad fallen. Auch tagsüber sollen die Temperaturen in vielen Gebieten Deutschlands in zweistelligen Minusbereich bleiben.
me/kle (apf, dpa, dapd)