Bis 2016 begann der Frühling offiziell am 21. März. Umso verwirrender, dass Wetterfrösche und Kalender jetzt den 20. als Start verkünden. Grund ist der Gregorianische Kalender. Frühlingsgefühle bleiben aber gleich.
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Endlich: Der Frühling ist da
Die Tage werden länger, der Schnee schmilzt, und die ersten Blumen beginnen zu blühen. Am 20. März ist offizieller Frühlingsbeginn, und Mensch und Tier lassen sich gern von den ersten warmen Sonnenstrahlen verführen.
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Vorboten des Frühlings
Sie trauen sich schon raus, wenn es anderen noch viel zu kalt ist: Schneeglöckchen sind die ersten Blumen, die dem Winter trotzen und den nahen Frühling ankündigen. Im Volksmund nennt man sie auch Februarmädchen, Milchblumen oder Schneetulpen.
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Die Natur erwacht
Einen Monat später kennt die Natur kein Halten mehr, überall grünt und blüht es. Nach dem langen dunklen Winter freuen sich Mensch und Tier auf die neue Jahreszeit. Der Frühling symbolisiert den Neubeginn. Offiziell beginnt er zwar erst am 20. März, aber wenn es warm ist, kommen auch schon früher Frühlingsgefühle auf.
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Wenn man nur nicht so müde wäre ...
Man hat sich so auf den Frühling gefreut und dann das: Überall bricht das große Gähnen aus. Die berühmte Frühjahrsmüdigkeit hat zugeschlagen. Rund 54 Prozent der Männer und gut 60 Prozent der Frauen klagen über Schlappheit und Energiemangel.
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Auch im Tierreich herrscht das große Gähnen
Wer hätte das gedacht? Nicht nur Menschen, auch Vierbeiner sind von der Frühjahrsmüdigkeit betroffen. Katzen, die sowieso schon viel schlafen, werden noch schlapper, und auch Hunde sind kaum noch aus dem Körbchen zu bewegen.
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Frische Luft ist gesund
Um die Lebensgeister aus dem Winterschlaf wachzurütteln, hilft ein Spaziergang an der frischen Luft. Ganz Sportliche können natürlich auch joggen. Hausärzte empfehlen gegen die Frühjahrsmüdigkeit, viel Obst und Vitamine zu sich zu nehmen.
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Sonne tanken
Wem ein Spaziergang noch zu anstrengend ist, der kann auch woanders frische Luft atmen: Endlich stellen die Straßencafés die Tische wieder nach draußen. Die Plätze in der Sonne sind sehr begehrt. Da macht es auch nichts, dass man oft noch eine dicke Jacke und eine Decke braucht – weil es eben doch noch recht kühl sein kann.
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Hatschi!
Nicht alle sind vom Frühling begeistert, denn der Aufenthalt in der freien Natur wird für Allergiker zur Qual. Jeder fünfte Deutsche leidet mittlerweile unter Heuschnupfen. Die herumfliegende Pollen führen zu heftigem Niesen, und die Augen jucken und tränen. Es gibt zahlreiche Medikamente gegen die Allergie, aber ein wirklich wirksames Gegenmittel wurde immer noch nicht erfunden.
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Frühjahrsputz
Die Grundreinigung nach dem Winter hat bei vielen schon Tradition. Es ist die perfekte Zeit, wieder Sauberkeit und Ordnung in die Wohnung zu bringen. Da wird der Staub bis in die hintersten Ecken bekämpft. Manche nutzen den Frühjahrsputz auch, um sich von alten Sachen zu trennen, die man nicht mehr braucht.
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Fit mit der Frühjahrskur
Was man auch nicht braucht, sind ein paar zusätzliche Kilos, die man im Winter zugenommen hat. Damit die Hosen, Hemden und Blusen wieder passen, hilft eine Frühjahrskur. Das kann eine radikale Fastenkur oder eine Obst- und Gemüsekur sein. Auf jeden Fall lebt man bei so einer Kur sehr gesund, Plätzchen und Schokolade gehören dann nämlich nicht auf den Speiseplan.
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Frühlingsgefühle
Im Frühling verliebt man sich besonders gern und leicht. Die Naturwissenschaft erklärt das damit, dass es draußen mehr Licht gibt und der Körper deswegen mehr Hormone ausschüttet. Romantiker sprechen aber lieber von Amors Pfeil und Frühlingsgefühlen. Und die gibt es nicht nur beim Menschen ...
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Paarungszeit
Auch in der Tierwelt werben die Männchen um die Weibchen, denn der Frühling ist die beste Jahreszeit, um Nachwuchs zu bekommen. Wenn man sich einig ist, wird ein Nest gebaut – oder das alte aus dem letzten Jahr einfach repariert. Viele Storchenpaare bleiben sich übrigens ihr ganzes Leben lang treu.
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„Veronika, der Lenz ist da“
Der Frühling hat Dichter immer wieder zu poetischen Versen inspiriert – von der Antike bis heute. Auch Johann Wolfgang von Goethe schwärmte von Frühlingsdüften. Und die Comedian Harmonists sangen in den 1920er Jahren: „Veronika, der Lenz ist da, die Mädchen singen tralala. Die ganze Welt ist wie verhext, Veronika, der Spargel wächst!“ – und brachten damit das Lebensgefühl auf den Punkt.
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Ob schon im Januar Temperaturen um die 20 Grad herrschen und sie im März auf den Tiefpunkt fallen - das Wetter hat keinen Einfluss auf den astronomischen Frühlingsbeginn. Und der war, zumindest bis 2016, immer am 21. März. Doch damit ist jetzt Schluss. Für die kommenden Jahrzehnte müssen wir uns an den 20. März als Frühlingsanfang gewöhnen, und im Jahr 2048 wird der Frühling sogar schon am 19. März beginnen, erstmals seit 1796.
Diese Verschiebung hat mit dem Gregorianischen Kalender zu tun, denn von einem Frühlingsanfang bis zum nächsten vergehen nicht genau 365 Tage, sondern zusätzlich noch 5 Stunden, 48 Minuten und 45 Sekunden.
Vorerst ist der 21. März kein Frühlingsanfang mehr
Alle vier Jahre lang kann man das durch ein Schaltjahr mit einem Zusatztag wieder ausgleichen, aber eben nicht ganz. Es gibt im Vier-Jahres-Rhythmus immer noch eine Verschiebung von rund 44 Minuten – das summiert sich im Laufe des Jahrhunderts auf rund einen Tag.
All das gilt übrigens nur für die mitteleuropäische Zeitzone. In den amerikanischen Zeitzonen ist der Frühlingsanfang schon lange nicht mehr am 21. März, in Fernost und Australien dagegen auch noch in kommenden Jahrzehnten.
Alle, die sich an den 21. März gewöhnt hatten, müssen sich gedulden. Dieser Tag markiert erst wieder Anfang des 22. Jahrhunderts den Frühlingsbeginn.