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Der Gipfel der Harmonie

20. April 2009

Auf dem Gipfel Amerikanische Staaten in Port of Spain ist Barack Obama auf Lateinamerika zugegangen.

In Trinidad und Tobago fand der 5. Gipfel Amerikanischer Staaten statt
In Trinidad und Tobago fand der 5. Gipfel Amerikanischer Staaten stattBild: AP

"Zuhören, nicht nur reden. Wir haben sehr genaue Vorstellungen in welche Richtung die internationale Gemeinschaft gehen soll, aber wir erkennen an, dass andere Länder auch gute Ideen haben, und die wollen wir hören. Nur weil eine gute Idee aus einem kleinen Land wie Costa Rica kommt, bedeutet das ja nicht, dass es keine gute Idee ist. Jeder Teilnehmer dieses Gipfels ist demokratisch gewählt worden. Das ist in Kuba aber noch nicht der Fall." Solche Töne gegenüber Lateinamerika war man bislang von einem US-Präsidenten kaum gewohnt: Barack Obama schlägt eine neue Ära der Partnerschaft auf dem amerikanischen Kontinent vor.

US-Präsident Barack Obama ist zu einem neuen Dialog mit Lateinamerika bereitBild: AP

In Port of Spain, der Hauptstadt von Trinidad und Tobago, ist am Sonntag der 5. Gifpel Amerikanischer Staaten zu Ende gegangen. Konkrete Ergebnisse gab es nicht, und doch kann dieses Treffen der Staats- und Regierungschefs der westlichen Hemisphäre sicherlich als ein ganz besonderes bezeichnet werden: nie zuvor war ein US-Präsident so einhellig von seinen lateinamerikanischen Amtskollegen gefeiert und hofiert worden.

Es war vor allem ein Gifpel der Harmonie, geprägt von einem allgemeinen Wohlfühlklima, vielleicht gar von der Sehnsucht nach Harmonie nach den zurückliegenden Jahrzehnte des gegenseitigen Misstrauens und der ideologischen Konfrontation. Doch eine neue US-Lateinamerikapolitik muss sich erst in der Realität beweisen, so der Lateinamerika-Experte Günther Maihold von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin. "Die USA müssen Lateinamerika differenzierte Lösungsansätze anbieten als Drogenbekämpfung und Militärhilfe für Kolumbien", so Maihold im DW-Interview. Das vollständige Gespräch hören Sie in Fokus Amerika.

Das Spiel der Spiele

Ausnahmezustand in der BomboneraBild: DW / Herrberg

Der Amerikagipfel war am Sonntagnachmittag zumindest in Argentinien aber kein Thema mehr: denn das ganze Land schaute gebannt auf die Bombonera, die Pralinenschachtel, das Stadion im Stadtteil La Boca von Buenos Aires. Dort fand nicht irgendein Fußballspiel statt, sondern das Spiel der Spiele, der Superclasico, eines der berühmtesten und berüchtigtsten Derbies der Fußballwelt : Boca Juniors, die Heimatmannschaft von Diego Armando Maradona, gegen ihren traditionellen Erzfeind River Plate.

Wenn die beiden populärsten Mannschaften der Fußballnation Argentiniens aufeinandertreffen, herrscht am Rio de la Plata der Ausnahmezustand. Anne Herrberg hat ihn für uns miterlebt.

Redaktion: Mirjam Gehrke

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