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Der kaum bekannte Spartipp

Johannes Beck23. Oktober 2001

Zentralbanken tauschen Scheine anderer Euro-Länder kostenlos

Der Euro kommt...
Bei den Landeszentralbanken ist der Umtausch gebührenfrei.Bild: EZB

Doch in diesem Jahr lohnt sich das nicht mehr, denn 2002 wird in 12 europäischen Staaten das Euro-Bargeld eingeführt. Deshalb bleibt wohl keine Alternative, als die übrig gebliebenen Scheine bei einer Bank in D-Mark umzutauschen. Doch dafür müssen allerdings häufig hohe Gebühren gezahlt werden. Der Umtausch geht aber auch kostenlos, sagt Bernd Krieger vom Europäischen Verbraucherzentrum in Kiel: "Erst einmal kann ich das machen, bei der jeweiligen nationalen Zentralbank und zwar bis zum 31. März des Jahres 2002. Bis zu diesem Termin nimmt jede nationale Zentralbank die Scheine der anderen Euroland-Staaten noch an."

Das heißt, in Deutschland können Schillinge, Lira oder Escudos bei den Filialen der Bundesbank getauscht werden. Bis Ende des Jahres bekommt man noch D-Mark dafür, ab Jahresbeginn 2002 dann Euro. Für den kostenlosen Umtausch zum offiziellen Euro-Kurs stehen mehr als 100 Filialen der Landeszentralbanken zu Verfügung.

Das selbe gilt auch für alle anderen Euro-Länder. Auch dort nehmen die jeweiligen Notenbanken die Scheine der anderen Euro-Staaten kostenlos zurück. Wer also in Spanien wohnt und noch D-Mark oder französische Francs übrig hat, kann diese bei den Filialen der spanischen Zentralbank ohne Gebühren tauschen.

Wer sich allerdings auf diesem Weg Bargeld für den nächsten Auslands-Aufenthalt besorgen will, wird enttäuscht. Der Umtausch geht nur in die lokale Währung des jeweiligen Landes. Außerdem gibt es beim kostenlosen Tausch eine weitere Einschränkung, sagt Bernd Krieger: "Bei den Münzen ist es anders. Die werden von den Landeszentralbanken von vornherein nicht angenommen. Da empfiehlt es sich schon, das Geld entweder im Ausland auszugeben oder aber beim nächsten Besuch dann bei der jeweiligen Zentralbank einzutauschen."

Ein Besuch bei der nationalen Zentralbank im Ausland wird auch dann nötig, wenn man den 31. März 2002 verpasst. Dann muss man auch für den Tausch von Scheinen der anderen Euro-Staaten ins Ausland reisen - also für Peseten beispielweise nach Spanien -, sagt Bernd Krieger: "Danach muss ich dann zur jeweiligen nationalen Zentralbank gehen. Und dort können wir kostenlos tauschen. In dem Zusammenhang ist wichtig, dass es recht unterschiedliche Fristen gibt für die Annahme von Münzen und Scheinen."

Diese Fristen variieren erheblich. Während portugiesische Escudo-Münzen nur noch bis Ende 2002 von der portugiesischen Zentralbank zurückgenommen werden, nimmt die österreichische Notenbank die Schilling-Scheine und Münzen ohne zeitliche Einschränkung zurück.

Fazit: Wer in einem der zwölf Euro-Staaten wohnt und noch Scheine der anderen Euro-Länder hat, sollte sie möglichst bald umtauschen. Denn die Euro-Zentralbanken tauschen die anderen Euro-Währungen nur noch bis zum 31. März 2002 kostenlos um.

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