Deutsche Bank verkauft BHF
20. September 2012
Die Deutsche Bank hat einen Käufer für die BHF gefunden. Nach langer Hängepartie hat sich die neue Führungsspitze Jain und Fitschen mit dem Finanzinvestor RHJ International auf einen Verkauf ihrer Tochter BHF geeinigt. Damit können die Chefs einen ersten großen Erfolg in ihrer Amtszeit verbuchen.
RHJ International ist eine Finanzdienstleistungsgruppe, die in Belgien ihren Sitz hat und für das Institut 384 Millionen Euro zahlen will. Das teilte die Deutsche Bank in Frankfurt mit. RHJ will die BHF-Bank mit der eigenen Investmentbank Kleinwort Benson zusammenführen.
BHF - Bank für vermögende Kunden
Die BHF ist eine Bank für vermögende Kunden, Unternehmen und Unternehmerfamilien. Das Geldhaus beschäftigt rund 1200 Mitarbeiter. In den vergangenen Jahren wurde es erheblich verschlankt. BHF-Vorstandssprecher Björn Robens erklärte, der Verkauf sei für die "Kunden und unsere Bank eine sehr gute Nachricht".
Die BHF ist mit der Übernahme des exklusiven Bankhauses Sal. Oppenheim 2009 unter das Dach der Deutsche Bank gekommen. Die Deutsche Bank wollte jedoch schnell einen Käufer finden, da sie alle Geschäftsfelder der BHF-Bank selbst schon abdeckte. Jedoch zog sich die Käufersuche hin. Der Verkauf an die Liechtensteiner LGT scheiterte an einer Zustimmung der Finanzaufsicht. Mit der RHJ-Tochter Kleinwort Benson verhandelte die Deutsche Bank seit einem Jahr. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Aufsichtsbehörden.
Lo/ bea (reuters, afp, dpa)