Deutsche Beratung ausschließlich für die Republik Moldau
18. Oktober 2002Chisinau, 16.10.2002, 907 GMT, RADIO MOLDOVA, rumän.
Auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin nimmt Dumitru Braghis, der Vorsitzende der Fraktion "Sozialdemokratische Allianz" im moldauischen Parlament, am Informationsprogramm "Instrumente der deutschen Entwicklungszusammenarbeit" teil. Das Programm wurde ausschließlich für Vertreter der Republik Moldau aufgelegt. Wie es in der Presseerklärung der Fraktion heißt, besteht die Aufgabe des Programms darin, die Republik Moldau bei der Ausarbeitung von Programmen und Strategien für die europäische Integration zu beraten. Dies soll durch die Ausweitung der bilateralen Zusammenarbeit mit Staaten der Europäischen Union geschehen.
Auf der Veranstaltung hatte Dumitru Braghis (bis zu den Wahlen 2001 moldauischer Premier – MD) eine Reihe von Begegnungen mit Vertretern der Frankfurter Industrie- und Handelskammer, mit Vertretern bedeutender deutscher Banken sowie mit Verantwortlichen des Zentrums für Migration und Entwicklung. In den Gesprächen ging es um die Vertiefung der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen der Republik Moldau und Deutschland.
Der Fraktionsvorsitzende der "Sozialdemokratischen Allianz" wies darauf hin, dass in der Republik Moldau (auf Vorschlag des kommunistischen Staatschefs Vladimir Voronin – MD) eine Strategie zur europäischen Integration ausgearbeitet werden soll. Braghis bezeichnete die deutsche Hilfe als sehr nützlich. Als hilfreich beurteilte er deutsche Beratungsleistungen bei der Ausarbeitung von Programmen zur weiteren Entwicklung der Republik Moldau und zur Bewertung der Effizienz der angestrebten Reformen.
Gesprochen wurde auch über die Anstrengungen, die die Republik Moldau machen muss, um den Verpflichtungen nachkommen zu können, denen ein Staat nachkommen muss, wenn er Mitglied der Europäischen Union werden möchte. Dumitru Braghis ist der Ansicht, dass die baldige Unterzeichnung eines Freihandelsabkommens zwischen der Republik Moldau und den Staaten der Europäischen Union ein wichtiger Schritt in diese Richtung wäre.
Es sei daran erinnert, dass der Europäische Kommissionspräsident Romano Prodi erklärt hatte, dass Russland, die Ukraine und die Republik Moldau sowie Länder aus der Mittelmeerregion, beispielsweise Israel, niemals Mitglieder der Europäischen Union werden können. Wie Prodi hinzufügte, sollten sich die Balkanstaaten damit abfinden, Teil dessen zu werden, was er "europäische Familie" nannte. Dabei spiele es keine Rolle, wann diese Staaten darauf vorbereitet seien. (me)