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Deutsche in Nigeria entführt

21. April 2010

Entführt: Zwei Deutsche werden in Nigeria verschleppt+++Verwelkt: Blumen aus Kenia bleiben am Boden+++Verdammt: Afrikaner kritisieren Entwicklungshilfe

Beliebtes Ziel der Kidnapper: Mitarbeiter von ÖlfirmenBild: picture-alliance/dpa/dpaweb

Das Nigerdelta ist eine brandgefährliche Gegend – auch und gerade für Mitarbeiter von Ölfirmen, die sich in Nigeria engagieren. Hunderte Menschen sind in den letzten Jahren entführt worden, und jetzt sind auch zwei Deutsche Opfer von Kidnappern geworden. Beide sind in der Ölbranche tätig und sie waren wohl privat unterwegs zu einem Ausflug an den Strand. Das Auswärtige Amt versucht, die Männer wieder frei zu bekommen und die Erfahrung bei ähnlichen Entführungsfällen zeigt, dass es bislang auch immer relativ schnell gelang, die Opfer wohlbehalten zurück zu bekommen. Doch der jüngste Fall ist etwas anders gelagert, denn die Männer wurden ganz offenbar spontan gekidnappt. Ein Gespräch mit DW-Nigeria-Experte Thomas Mösch.

Keine Blumen aus Afrika

Weiße Rosen - kommen schon länger nicht mehr aus Athen, sondern häufig aus Kenia. Bei iealen Produktionsbedingungen werden sie herangezogen und per Flugzeug nach Europa gebracht. Mittlerweile ist der Bumenhandel Kenias wichtigster Exportzwei. Doch der ist wegen der Aschewolke und dem daraus resultierenden Flugverbot zum Erliegen gekommen. Jetzt fürchten viele Blumenzüchter um ihr Geschäft.

Kritik an Entwicklungshilfe

Zu langsam, ineffektiv, kontraproduktiv - die Kritik an der Entwicklungshilfe ist ebenso pauschal wie lauter geworden in den vergangenen Jahren. Häufig kritisierten westliche Fachleute die Entwicklungszusammenarbeit, ihre Strukturen genauso wie ihre Akteure. Doch jetzt werden auch in Afrika Forderungen nach einer Reform der Entwicklungshilfe immer deutlicher. Das Geld aus dem Ausland fördere nur Machteliten, Intransparenz und Abhängigkeitsstrukturen.

Redaktion: Dirk Bathe

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