Deutsche Physiker in den USA verlieren an Ansehen
27. September 2002Der Star der Nanophysik, Jan Hendrik Schön, hat seine Forschungsergebnisse gefälscht. Zu diesem Schluss kommt eine unabhängige Untersuchungskommission an den Bell Labs, einem renomierten Industrieforschungsinstitut in den USA. Schön hatte mit vermeintlich bahnbrechenden Forschungsergebnissen auf dem Gebiet der Nanotechnologie für Aufsehen gesorgt und wurde bereits als Nobelpreiskandidat gehandelt. Unter anderem hatte er einen Transistor präsentiert, der aus nur einem einzigen Molekül bestand. Nun kam heraus, dass Schön bei mindestens 16 Publikationen Daten gefälscht hat. Die Bell Labs haben ihn entlassen.
Erst vor wenigen Wochen war eine andere Untersuchungskomission im kalifornischen Berkeley zu dem Schluss gekommen, dass auch ein zweiter deutscher Physiker betrogen hat. Viktor Ninov hatte behauptet die schwersten Atomkerne der Welt, die chemischen Elemente 118 und 116, hergestellt zu haben.