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Deutsches Olympia-Team steht

Calle Kops (sid/dpa)23. Januar 2014

Der Deutsche Olympische Sportbund nominiert die letzten 125 Sportlerinnen und Sportler des insgesamt 151 Athleten zählenden Teams für Sotschi. Erstmals sind mehr Frauen als Männer dabei.

Angeführt von Freeskier Benedikt Mayr (r.) und Eisschnellläuferin Monique Angermüller (l.) zeigen Sportler am 01.10.2013 in Düsseldorf die Kollektion für die deutsche Olympia- und Paralympics-Mannschaft für Sotschi 2014 (Foto: Marius Becker/dpa)
Bild: picture-alliance/dpa

Deutsche Nominierungen für Sotschi

02:05

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Mit dem kleinsten Team seit Nagano 1998, aber mit so vielen Athletinnen wie noch nie startet die deutsche Olympia-Mannschaft die Mission "Sotschi 2014". Unter dem Motto "Wir für Deutschland" entsendet der DOSB 151 Athletinnen und Athleten zu den 22. Olympischen Winterspielen (7. bis 23. Februar) nach Russland. Das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) nominierte in Frankfurt am Main 76 Frauen und 75 Männer. Damit gehen erstmals mehr Frauen als Männer auf Medaillenjagd.

"Wir reisen mit einer starken und hochmotivierten Mannschaft nach Sotschi und stellen uns einer Herausforderung, die sicher keine einfache werden wird", sagte der neue DOSB-Präsident Alfons Hörmann: "Die letzten Wettbewerbe der Qualifikationsphase haben gezeigt, dass wir nicht nur breit aufgestellt sind, sondern auch zuversichtlich sein können, dass das Team erfolgreich sein wird."

Vesper: "Kapitulieren nicht vor Drohungen"

Zuversichtlich in puncto Sicherheit: Michael VesperBild: picture-alliance/dpa

Überschattet wird die Vorfreude auf die Wettkämpfe weiterhin von der drohenden Terrorgefahr am Schwarzen Meer. Notfallpläne für eine eventuelle Evakuierung - wie sie angeblich für das US-Team existieren - gebe es aber nicht, sagte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper: "Wir kapitulieren nicht vor den Drohungen. Natürlich machen wir uns Gedanken, wir sprechen viel, und wir vertrauen auf die Behörden des Gastgeberlandes, dass die Sicherheit aller Mannschaften, Sportlerinnen und Sportler und Zuschauer und Fans gewährleistet wird."

Die deutsche Mannschaft, die am 4. Februar komplett vor Ort sein wird, werde speziell gebrieft, sagte Vesper: "Wie in London, Peking und Vancouver wird es einen Überblick über die Lage und Verhaltensanordnungen geben."

Große Zuversicht

Alfons Hörmann und IOC-Mitglied Claudia BokelBild: picture-alliance/dpa

Sportlich peilt das DOSB-Team 30 Medaillen an, "also das Wiederholen der Ergebniskonstellation von Vancouver", bekräftigte Hörmann. "Daran wird sich nichts mehr ändern. Jeder hat naturgemäß seine eigene Sicht auf die Frage, wie leicht es wird." Es dürfe auch nicht nur "um die reine Frage des Medaillenzählens" gehen. "Dabei sein in einer vernünftigen Rangposition kann für junge Athleten der Erfolg des Lebens schlechthin sein", meinte Hörmann.

Vor vier Jahren hatte der DOSB 153 Sportler (58 Frauen und 95 Männer) nach Vancouver entsandt. Das Team gewann an der kanadischen Westküste insgesamt 30 Medaillen (10 Gold, 13 Silber und 7 Bronze) und belegte im Medaillenspiegel Rang zwei hinter Gastgeber Kanada (14 / 7 / 5) und vor den USA (9 / 15 / 13).

Keine großen Überraschungen

Deutsche Goldhoffnung: Maria Höfl-RieschBild: picture-alliance/dpa

Große Überraschungen blieben bei der zweiten Nominierungsrunde aus. Angeführt wird das deutsche Aufgebot von den Gold-Hoffnungen wie Skifahrerin Maria Höfl-Riesch, Rodler Felix Loch oder Kombinierer Eric Frenzel. "Es gab keine Härtefälle", sagte Vesper: "Wir nennen das Einzelentscheidungen, wo viele individuelle Dinge abgewogen werden mussten."

Der DOSB sei überzeugt, dass alle nominierten Athleten eine Chance hätten, vorne mitzumischen. "Der Druck muss gar nicht von außen erzeugt werden. Den Druck macht sich jeder Sportler selbst - jeder will beim Höhepunkt seiner sportlichen Karriere optimal abschneiden."