260608 Spanien im Finale
26. Juni 2008
Spanien war der einzige echte Titel-Favorit im Halbfinale der EURO 2008. In der Gruppenphase siegte das spanische Team deutlich gegen Russland. Außerdem gab es zwei weitere Erfolge gegen Schweden und Griechenland. Im Viertelfinale waren die Spanier dann gegen Weltmeister Italien im Elfmeterschießen erfolgreich. Und damit stand das Team erstmals wieder seit 24 Jahren in einem Halbfinale.
Russland zog nach zwei Siegen, gegen Schweden und Griechenland, als Gruppen-2. hinter Spanien in die k.o.-Runde ein. Spätestens seit dem überzeugenden Viertelfinal-Erfolg gegen Holland, war die russische Mannschaft kein Außenseiter mehr, bei dieser Fußball-Europameisterschaft.
Ausgeglichene erste Halbzeit
Vor knapp 50.000 Zuschauern in Wien begannen beide Teams sehr verhalten. Das änderte sich aber nach einer guten Torchance für die Spanier. In der 6. Minute hatte der Stürmer Fernando Torres, nach Vorarbeit von David Villa die Möglichkeit zum Führungstreffer. Er scheiterte aber aus kurzer Distanz am russischen Schlussmann Igor Akinfejew.
Danach bemühten sich auch die Russen um mehr Ballbesitz und um ein direkteres Spiel aufs spanische Tor. Eine echte Torchance gab es aber erst in der 31. Minute durch einen Fernschuss von Roman Pawljutschenko der nur ganz knapp am Tor von Iker Casillas vorbei flog. Und in der 35. Minute war es noch einmal Pawljutschenko, der diesmal aus kurzer Distanz am spanischen Tor vorbei schoss.
Die letzte gute Möglichkeit für Spanien in der 1. Halbzeit hatte erneut Torres – Zählbares kam dabei aber nicht heraus. Torlos verabschiedeten sich die beiden Teams in die Kabine.
Espana ole!
Die 2. Halbzeit begann mit einem frühen Treffer der Spanier. Xavi Hernandez traf nach gutem Pass von Andres Iniesta in der 50. Minute zum 1:0. Danach mussten die Russen ihr Spiel öffnen, was den Spaniern weitere Chancen ermöglichte. Die meisten Möglichkeiten hatte der auffälligste Spieler der Spanier, Fernando Torres.
Von den Russen war trotz der Bemühungen, den Ausgleich zu erzielen, nicht viel zu sehen. Sie wirkten kraftlos. Offenbar war die russische Mannschaft nach dem Sturmlauf gegen die Niederländer am Ende ihrer Kräfte angekommen. Und so fiel folgerichtig das 2:0 für die Spanier nach einem herrlichen Pass von Cesc Fabregas auf Daniel Güiza, der den Ball mit dem Außenrist an Akinfejew vorbei ins Tor schoss. Den Finaleinzug für die Spanier perfekt, machte David Silva: Erneut nach Vorarbeit von Fabregas, setzte Silva in der 82. Minute den Schlusspunkt einer am Ende einseitigen Halbfinalpartie zwischen Russland und Spanien.
Am Sonntag stehen im Wiener Ernst-Happel-Stadion Deutschland und Spanien im Finale dieser Fußball-Europameisterschaft. DW-RADIO begleitet das Endspiel ab 18:35 UTC mit einer Sport-Sondersendung. Eine Live-Übertragung ist der Deutschen Welle aus rechtlichen Gründen leider nicht möglich.