DFB-Team feiert Sieg bei Kai Havertz' Rückkehr
27. März 2026
Auch wenn er dieses Mal nicht getroffen hat, zählte Kai Havertz neben Doppeltorschütze Florian Wirtz zu den auffälligsten Spielern im DFB-Team. Beim 4:3 (2:2)-Unentschieden gegen die Schweiz im ersten Länderspiel des Jahres hatte Havertz zwar immer wieder gute Chancen einen Treffer zu erzielen, doch am Ende gelang es ihm nicht.
Stattdessen waren Jonathan Tah (26. Minute), Serge Gnabry (45.+2) und ein brillant aufgelegter Wirtz mit zwei wunderschönen Toren (61./86.) für das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann erfolgreich. Bei der Schweiz hatten Dan Ndoye (17.), der ehemalige Bundesliga-Stürmer Breel Embolo (41.) und Joel Monteiro (79.) getroffen.
Havertz: "Das war ein Auf und Ab für mich"
Zur Freude der DFB-Fans feierte Havertz nach fast 500 Tagen an diesem Abend seine Rückkehr in die Nationalelf - gerade noch rechtzeitig, um sich in den richtigen Rhythmus für die Fußball-WM in Kanada, Mexiko und den USA im Sommer zu bringen.
Der Offensivspieler, der im vergangenen Frühjahr bereits mit einer Oberschenkelverletzung zu kämpfen gehabt hatte, verpasste zunächst mehr als die Hälfte der Saison in der Premier League wegen einer Knieverletzung. Dann hatte der 26-Jährige Muskelprobleme. "Das war ein Auf und Ab für mich persönlich. Man merkt natürlich, dass man ein Jahr raus ist", sagte Havertz.
Seit März kommt er nun aber wieder regelmäßig zum Einsatz, unter anderem in den zwei Achtelfinalspielen der Champions League mit dem FC Arsenal gegen seinen Ex-Club Bayer Leverkusen. "Ich bringe das ein oder andere Spiel an Erfahrung mit und hoffe, wenn es auf das Turnier zugeht, vorne wegzumarschieren und den Jungs zu helfen, um bestmöglich auf dem Platz abzuliefern", so der Nationalspieler.
Havertz: "Bin kein lautstarker Spieler"
Das letzte seiner bislang 56 Länderspiele bestritt Havertz im November 2024 beim 1:1 gegen Ungarn. Für die DFB-Elf erzielte er bisher 20 Tore. Gegen die Schweiz konnte der Offensivspieler zwar keinen eigenen Treffer erzielen, dennoch dürfte sich Bundestrainer Nagelsmann gefreut haben, dass Havertz wieder seine Flexibilität und Erfahrung einbringen konnte. Zudem bringt der 26-Jährige in stressigen Situationen aufgrund seiner Erfahrung Ruhe ins Spiel, wird nicht nervös und behält oft die Übersicht.
"Dass ich jetzt kein laustarker Spieler bin, der in der Kabine die großen Ansprachen hält, das weiß glaube ich jeder", sagte Havertz unter der Woche, betonte aber: "Es gibt auch Spieler, die mit der Leistung vorne weggehen - und da zähle ich mich dazu." Seine entspannte und eher ausgeglichene Art hat Havertz mit den Tieren gemeinsam, die er am meisten liebt: dem Esel.
Liebe für Esel seit der Jugend
In seinen "Super-Tieren" erkennt sich der Nationalspieler nämlich auch selbst wieder. "Esel sind sehr, sehr ruhige Tiere - so ein bisschen wie ich", sagte er im DFB-Camp vor dem Spiel gegen die Schweiz - und geriet ins Schwärmen. "Die Liebe war immer da, generell für Tiere, aber spezifisch für Esel", berichtete Havertz.
"Das hat schon in ganz jungem Alter angefangen, ich weiß auch nicht, warum." Die drei Tiere, die seine Eltern ihm zur Volljährigkeit schenkten, leben allerdings in Deutschland - da sieht man sich recht selten. Doch wenn, so der Angreifer, sei die Freude immer groß. "Wir haben mal eine Kindergartengruppe eingeladen, da kam der Esel, und die Kinder waren ganz, ganz ruhig", sagte Havertz, der in seiner Wahlheimat England drei Hunde im Haushalt hat.
Die Last des Toreschießens
Mit seiner ordentlichen Leistung im ersten Länderspiel des Jahres hat Havertz sich in der DFB-Elf zurückgemeldet. Auch ohne Treffer dürfte er zu einem der zentralen Spieler in der deutschen Offensive bei der WM gehören - und damit dann auch die Last tragen müssen Tore zu erzielen oder vorzubereiten.
Doch dass der 26-Jährige - ganz wie seine Lieblingstiere - mit schweren Lasten umzugehen weiß, hat er in den vergangenen Jahren bei seinen Vereinen und auch der Nationalmannschaft immer wieder unter Beweis gestellt. "Natürlich ist Druck immer da, aber wir wollen uns nicht zu sehr unter Druck setzen", sagte Havertz. "Wir wollen dem Land beweisen, dass wir für den nächsten Schritt bereit sind. Ich bin sehr zuversichtlich, dass die WM für uns erfolgreich sein wird."