Die Deutsche Bank spart weiter
11. September 2012
Seit Anshu Jain und Jürgen Fitschen im Juni als Nachfolger von Josef Ackermann an die Spitze der Deutschen Bank gerückt sind, ist viel über die neue Unternehmensstrategie gerätselt worden. Am Dienstag haben die beiden Manager ihr Konzept für die Zukunft von Deutschlands größtem Bankhaus vorgestellt. Dabei nehmen sie auch Abschied von einem erklärten Ziel ihres Vorgängers: Das Ziel einer Eigenkapitalrendite von 25 Prozent ist Geschichte.
Ein neues Renditeziel und eine eigene Bad Bank
Zu den kurzfristigen Änderungen gehört der Umgang mit den Boni für Mitarbeiter: Jain und Fitschen setzen ein unabhängiges Expertengremium ein, das die bisherige Vergütungspraxis überprüfen soll.
Die Deutsche Bank baut eine hauseigene "Bad Bank" auf. Die soll Verpflichtungen bündeln, von denen sich die Bank trennen will und muss. Diese Papiere bündeln Bilanzrisiken von 135 Milliarden Euro.
Der bereits angekündigte Sparplan soll noch ambitionierter ausfallen als bislang bekannt war: Statt drei- bis dreieinhalb Milliarden Euro pro Jahr sollen nun 4,5 Milliarden Euro jährlich eingespart werden. Das soll auch mit Entlassungen erreicht werden, es stehen etwa 1900 Stellen zur Disposition.
Das Ziel ihres Vorgängers Josef Ackermann, eine Vorsteuerrendite von 25 Prozent zu erwirtschaften, hat das neue Führungsduo mit seinem Geschäftsplan beerdigt. Die Deutsche Bank strebt nun eine Rendite von "mindestens 12 Prozent" an.
dk/Lo (dpa/rtr/dapd)