Die Macht der Kunst
6. Mai 2006
Das andersartige Wien
Mit einer Ausstellung von Werken des Fotografen August Stauda eröffnet das Wien Museum am Karlsplatz nach dreimonatiger Umbaupause wieder. Stauda, der als Stadtfotograf in Wien um 1900 wirkte, hält auf seinen Aufnahmen nicht das mondäne Wien der Ringstraßenzeit fest, sondern richtet den Blick auf die Lebensrealität der Armen und Kleinbürger. Unter dem Titel "Wien war anders. August Stauda. Stadtfotograf um 1900" zeigt das Wien Museum bis zum 27. August eine Auswahl aus den rund 3000 erhaltenen Arbeiten Staudas.
Die Macht der Kunst
Erstmals will Frankreich jetzt im Grand Palais in Paris seine zeitgenössischen Kreationen dem Publikum zeigen. "Die Macht der Kunst" heißt das neue jährliche Rendezvous. Mehr als 200 Künstler sind vom 9. Mai an bis zum 25. Juni unter der renovierten Kuppel des Grand Palais zu sehen. Mit dieser Veranstaltung folgt Frankreich den Beispielen Englands (British Art Show) und Amerikas (The Greater New York, Biennale des Whitney Museums). Die Schau zur Förderung der modernen französischen Kunst wird von Videos und Konferenzen ergänzt.
The Brit Apple
Es begann mit karierten Hosen und Lederjacken mit dem Union Jack auf dem Rücken: Ende der 70er Jahre wurde britische Mode nach langer Zeit wieder hip. Und das, meinen viele, hat sich seitdem nicht mehr geändert. Das Metropolitan Museum of Art in New York widmet dem Mode-Phänomen die Ausstellung "AngloMania: Tradition and Transgression in British Fashion". Der - britische - Kurator der Schau, Andrew Bolton, sieht den Big Apple zurzeit fast zum Brit Apple werden: Angesagt sind britische Bands und britische Autoren. Es scheint ein zunehmendes Interesse an britischer Kultur insgesamt zu geben. Ganz sicher gilt dies für Mode und Design. Die Schau ist bis zum 4. September zu sehen.
Rembrandt pur
Dem Rembrandt-Rummel zum 400. Geburtstag des barocken Künstlers will sich auch das Amsterdamer Historische Museum nicht entziehen. Unter dem Titel "Rembrandt puur" zeigt das Haus vom 12. Mai bis zum 13. August seine kleine, aber feine Sammlung von Werken des großen Meisters. Im Mittelpunkt steht eine der berühmten "Anatomiestunden", die Rembrandt auf die Leinwand gebracht hat - hier ist es die des Doktors Deijmans von 1656. Zur Exposition gehören vor allem Zeichnungen und Radierungen Rembrandts, die seit Jahrzehnten im Depot des Historischen Museums liegen und sehr gut erhalten sein sollen.