Plastikflut ohne Ende – Wie unser Konsum die Umwelt belastet
Die Welt produziert mehr Plastik als je zuvor: Allein im Jahr 2023 waren es über 413 Millionen Tonnen – mehr als doppelt so viel wie vor zwanzig Jahren. Diese Menge würde ausreichen, um über eine halbe Million olympische Schwimmbecken zu füllen. Und das Problem wächst weiter. Prognosen zufolge wird sich die Plastikproduktion in den nächsten zwei Jahrzehnten verdoppeln – mit einer Verdreifachung der Umweltverschmutzung. Hauptverursacher sind Verpackungen: Fast 40 % des weltweiten Plastikverbrauchs entfallen auf Einwegprodukte wie Flaschen, Versandtaschen oder Snackverpackungen. Auch die Modeindustrie trägt zur Mikroplastikbelastung bei – synthetische Fasern wie Polyester lösen sich bei jedem Waschgang.
Recycling allein reicht nicht aus
Plastik ist billig, leicht und profitabel – für viele Unternehmen ein unschlagbares Material. Doch die Kehrseite ist gravierend: Studien zeigen, dass sich Kunststoffpartikel im menschlichen Gewebe und sogar im Gehirn ablagern können. Recycling scheint auf den ersten Blick eine Lösung zu sein, doch die Realität ist komplex. Viele Plastikarten – etwa Duromere – lassen sich nicht mechanisch recyceln. Zusatzstoffe erschweren die Wiederverwertung zusätzlich. Selbst gut recycelbare Sorten wie PET landen oft auf Deponien, weil sie verschmutzt oder falsch entsorgt werden. Verbundmaterialien wie Kaffekapseln sind für die meisten Recyclinganlagen nicht trennbar. Expert:innen fordern daher: Die Produktion muss reduziert werden – Recycling allein reicht nicht.
Was muss sich ändern?
Ein kompletter Ersatz von Plastik durch andere Materialien wie Papier oder Glas ist keine Lösung – denn auch diese haben ökologische Nachteile. Kunststoffe haben oft eine bessere CO₂-Bilanz und sind in vielen Bereichen unverzichtbar. Deshalb braucht es neue Ansätze: Mikrofabriken wie die von Veena Sahajwalla in Australien zeigen, wie gemischte Abfälle direkt vor Ort in neue Produkte verwandelt werden können. Doch technische Innovation allein genügt auch nicht. Es braucht politische Maßnahmen wie das Verursacherprinzip und die erweiterte Herstellerverantwortung. Unternehmen müssten demnach für den gesamten Lebenszyklus ihrer Verpackungen Verantwortung übernehmen. Denn solange das nicht passiert, wird das Plastikproblem weiter wachsen – und mit ihm die Belastung für Umwelt, Gesundheit und kommende Generationen.
Dieser Text wurde von einer KI erstellt und vor der Veröffentlichung von einem Journalisten redigiert.