Die Plazenta ist weit mehr als ein kurzzeitig nützliches Organ – sie ist ein wahres Multitalent der Natur. Oft als „vergessenes Organ“ bezeichnet, erfüllt sie während der Schwangerschaft eine Vielzahl lebenswichtiger Aufgaben: Sie versorgt das ungeborene Kind mit Sauerstoff und Nährstoffen, filtert schädliche Substanzen, produziert wichtige Hormone und schützt das Baby durch immunologische Barrieren. Ohne Plazenta – keine Schwangerschaft. Und doch gerät sie nach der Geburt schnell in Vergessenheit.
Kaum jemand weiß, wie faszinierend dieses Organ wirklich ist: Die Plazenta bildet sich aus Zellen des Embryos und ist zur Hälfte mütterlichen, zur Hälfte väterlichen Ursprungs – also eigentlich ein Fremdkörper im Körper der Mutter. Dass sie trotzdem nicht abgestoßen wird, verdanken wir ausgeklügelten immunologischen Anpassungen. Noch erstaunlicher: Ihre Oberfläche kann eine Größe von bis zu 14 Quadratmetern erreichen – das entspricht der Fläche von drei Tischtennisplatten!
Ob gegessen, vergraben oder in Kunst verwandelt – die Mythen und Rituale rund um die Plazenta sind vielfältig. Medizinisch gesehen gibt es dafür kaum Belege, aber sie zeigen: Die Plazenta fasziniert uns. Dabei lohnt sich ein genauerer Blick – denn dieses temporäre Organ ist für das Überleben des Fötus entscheidend. Grund genug, der Plazenta die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdient.
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