Die Züge der Bahn werden immer voller
26. Juli 2012
Die Deutschen Bahn beförderte im ersten Halbjahr 2012 deutlich mehr Fahrgäste in ihren Bussen und Waggons als im Jahr zuvor. Die Zahl der Bahnkunden stieg um rund vier Prozent. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres brachte die Deutsche Bahn demnach mehr als eine Milliarde Menschen von einem Ort zum anderen, sagte Bahn-Chef Rüdiger Grube auf einer Bilanzpressekonferenz in Berlin.
Die Bahnfahrer bescherten dem Transport-Konzern einen Umsatz von 19,2 Milliarden Euro im Berichtszeitraum, das ist 1,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Beim Gewinn machte die Bahn ein noch größeren Sprung: Das Ergebnis nach Steuern beträgt 794 Millionen Euro, das sind 22,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
Schwungloser Gütertransport
Beim Güterverkehr spürt die Deutsche Bahn das Lahmen der Konjunktur. Der Güterverkehr habe deutlich an Schwung verloren, so der Konzern. Daher kürzt er trotz der positiven Entwicklung beim Personentransport seine Umsatzerwartung für das Jahr 2012. Für das Gesamtjahr peilt die Deutsche Bahn nun einen Umsatz von 39 Milliarden Euro an, ursprünglich hatte sie 40 Milliarden Euro erreichen wollen.
Trotz Bestnote kein Börsengang
Im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) kommentierte Bahn-Chef Grube die Herabstufung seines Konzerns durch die Ratingagentur Moody's auf "Aussicht negativ" und sagte, diese Maßnahme habe nichts mit dem Unternehmen selbst zu tun. Sie sei Resultat der Neubewertung Deutschlands durch Moody's. Die Bundesrepublik ist der Eigentümer der Deutschen Bahn. "Wir haben nach wie vor das beste Rating, das es gibt", beharrte Grube.
Den Plänen, die Deutsche Bahn an die Börse zu bringen, erteilte Grube eine Absage. "Wie haben noch viele Hausaufgaben vor uns", gab er zu und sagte, erst nach deren Erledigung wieder über einen möglichen Börsengang nachzudenken.
dk/Lo (rtrafp/dpa)