DIW: gedämpfter Konjunktur-Optimismus
30. Oktober 2013
"Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter günstig", fasste DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner die positiven Erkenntnisse des Konjunkturbarometers seines Institutes zusammen. Das DIW veröffentlichte seine Untersuchung zur Entwicklung der deutschen Wirtschaft heute Mittag in Berlin.
Das Konjunkturbarometer zeige ein schwaches Wachstum von 0,2 Prozent im dritten Quartal, verglichen mit dem zweiten Jahresabschnitt. Für das vierte Quartal erwarten die DIW-Forscher eine Steigerung der Wirtschaftskraft von 0,4 Prozent im Vergleich zum dritten Abrechnungszeitraum. Auf das Jahr hochgerechnet kommt das DIW auf ein Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent.
Immer noch nicht genug Investitionen
Zwar habe, so Fichtner, das "verarbeitende Gewerbe etwas Fahrt aufgenommen". Doch dürfe man nur mit geringen Zuwächsen rechnen, weil "die Ausgangslage mager und die Stimmung in der Wirtschaft gedämpft" seien. Allerdings sei ein Schub zu erwarten, da sich in den USA und im Euro-Raum ein Ende der Rezession andeute.
Die Entwicklung am Arbeitsmarkt sehen die DIW-Ökonomen nur bedingt optimistisch. Fichtner: "Beim gemächlichen Tempo der Gesamtwirtschaft verliert der Beschäftigungsaufbau an Schwung". Ein Hemmschuh beim Aufschwung sei die mangelnde Investitionsbereitschaft deutscher Unternehmen, sagte Fichtner weiter: "Die Ausrüstungsinvestitionen bleiben, gemessen an der gesamten Wirtschaftsleistung deutlich niedriger als in den Jahren vor der Rezession 2009."
dk/wen (dpa/DIW)