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KonflikteIran

Trump droht Iran mit Attacken "wie noch nie"

19. März 2026

US-Präsident Donald Trump will Irans Angriffslust ersticken: mit einer Warnung, aber auch mit einem Stillhalteangebot. Doch kurz darauf werden neue iranische Attacken auf Golfstaaten gemeldet.

USA Joint Base Andrews 2026 | Donald Trump gestikuliert beim Besteigen der Air Force One mit erhobener Faust (18.03.2026)
"Stärke und Schlagkraft": US-Präsident Donald TrumpBild: Luis M. Alvarez/AP Photo/picture alliance

US-Präsident Donald Trump hat dem Regime in Teheran mit einer massiven Bombardierung des bedeutenden Gasfelds "South Pars" gedroht. Eine solche Attacke des US-Militärs werde es geben, falls der Iran weiter Katars Gasindustrie angreife, verkündete Trump per Social-Media-Post. Dann werde man mit einer "Stärke und Schlagkraft" reagieren, wie es der Iran noch nie gesehen habe.

Zugleich betonte der 79-Jährige, Israel werde "South Pars" nicht erneut angreifen, solange der Iran Katar nicht weiter attackiere. Das Emirat habe sich am vorangegangenen Beschuss des Gasfelds nicht beteiligt, ebenso seien die USA nicht vorab über die Planungen unterrichtet gewesen.

Vergeltungsschlag in Katar

Dagegen schreiben israelische und US-amerikanische Medien, Israels Angriff auf "South Pars" am Mittwoch sei mit Trumps Zustimmung erfolgt. Dabei waren petrochemische Anlagen nahe der Industriestadt Asalujeh in der südlichen iranischen Provinz Buschehr in Brand geraten. Durch einen iranischen Vergeltungsangriff wurden danach in Katar mehrere Flüssiggasanlagen im Industriegebiet Ras Laffan schwer beschädigt.

Iranische Anlagen in Asalujeh, die zum weltgrößten Gasfeld "South Pars" gehören (Archivbild)Bild: epa/picture-alliance/ dpa

"South Pars" ist das weltgrößte Gasfeld. Der Iran und Katar beuten es getrennt voneinander aus. "South Pars" liefert rund 70 Prozent des iranischen Bedarfs an Erdgas.

Seine Fläche ist mit 9700 Quadratkilometern etwa viermal so groß wie Luxemburg. Zwei Drittel davon gehören zur Wirtschaftszone Katars. Das Emirat spielt seinerseits eine Schlüsselrolle bei der globalen Versorgung mit Flüssiggas, welches vor allem in Ras Laffan verschifft wird.

Brände in Kuwait

Staaten am Persischen Golf, die US-Stützpunkte und -Einrichtungen beherbergen, werden seit Kriegsbeginn immer wieder Ziel iranischer Attacken. An diesem Donnerstag meldeten Medien in Kuwait, in der Mina-Al-Ahmadi-Raffinerie und in der Raffinerie Mina Abdullah der staatlichen Petroleum Corporation seien nach Beschuss Brände ausgebrochen. Verletzte gebe es nach bisherigen Erkenntnissen nicht.

Auch in der saudischen Hafenstadt Janbu wurde eine Ölraffinerie getroffen. Die Auswirkungen seien minimal, verlautete zunächst aus Branchenkreisen. Inzwischen berichtet die Nachrichtenagentur Reuters jedoch unter Berufung auf eigene Quellen, die Verladung von Öl sei gestoppt worden.

Evakuierungsaufforderung aus Teheran

Die iranischen Revolutionsgarden hatten eine Evakuierungsaufforderung für mehrere Öl-Anlagen in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar veröffentlicht. Sie galt auch für die attackierte Samref-Raffinerie in Janbu, die gemeinsam vom saudischen Ölriesen Saudi Aramco und vom US-Konzern Exxon Mobil betrieben wird.

Druck auf den Ölpreis: Die Revolutionsgarden attackieren immer wieder Tanker im Persischen Golf (hier am vergangenen Donnerstag)Bild: Media Office of Iraqi Ports/REUTERS

Der Iran zielt seit Kriegsbeginn mit Drohnen und Raketen auf Ölanlagen, aber auch auf Öltanker, um den Ölpreis nach oben zu treiben und somit Druck auf die Weltwirtschaft auszuüben. Inzwischen passieren kaum noch westliche Schiffe die Straße von Hormus, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet.

Mehrere Pipelines sollen dabei helfen, die Meerenge zu umgehen, durch die vor Kriegsbeginn ein Fünftel der globalen Öl-Exporte transportiert wurde. Wegen begrenzter Kapazitäten können die Ausfälle aber nur zu Teilen kompensiert werden.

jj/AR (dpa, afp, rtr)

Redaktionsschluss: 17.35 Uhr (MEZ) - dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert.

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