News kompakt: Trump will US-Klimaschutz-Grundlage kippen
12. Februar 2026
US-Präsident Donald Trump will an diesem Donnerstag die wissenschaftliche Erkenntnis für ungültig erklären, dass Treibhausgase gesundheitsschädlich sind. Damit würde der Republikaner eine der wichtigsten Grundlagen für den Klimaschutz in den Vereinigten Staaten kippen. Das Weiße Haus spricht von der "größten Deregulierungsmaßnahme" in der US-Geschichte.
Konkret geht es um die sogenannte Gefährdungsfeststellung von 2009, also aus der Amtszeit von Präsident Barack Obama von den Demokraten. Darauf basieren unter anderem die Regeln für den CO2-Ausstoß von Fahrzeugen sowie von Gas- und Kohlekraftwerken in den USA. Trump argumentiert, die Vorschriften führten zu schweren wirtschaftlichen Schäden unter anderem für Autohersteller. Der Verkehr ist der größte CO2-Verursacher in den USA.
Mutmaßliche Schulangreiferin war in Kanada bereits polizeibekannt
Der tödliche Schusswaffenangriff an einer Schule im Westen Kanadas ist nach Angaben der Ermittler von einer 18-Jährigen verübt worden, die aus der Gemeinde stammt. Laut Polizei tötete sie in dem kleinen Ort Tumbler Ridge in der Provinz British Columbia sechs Menschen in der Schule und später sich selbst. Zwei weitere Tote - ihre Mutter und ihr Stiefbruder - wurden in einem Wohnhaus gefunden. Mehrere Menschen wurden verletzt.
Die 18-Jährige sei wegen psychischer Probleme bereits polizeibekannt gewesen, teilten die Behörden mit. Ihr Motiv sei aber noch unklar. Kanadas Premierminister Mark Carney ordnete sieben Tage Staatstrauer an.
Crew-Streiks legen Lufthansa lahm
Kunden der größten deutschen Fluggesellschaft müssen mit massiven Flugausfällen rechnen. Bei der Lufthansa streiken Cockpit- und Kabinen-Personal. Den ganzen Tag wollen Piloten und Flugbegleiter die Arbeit niederlegen. Hunderte Verbindungen sind gestrichen. Nach Angaben des deutschen Flughafenverbands ADV fallen über 460 Flüge aus. Betroffen sind rund 69.000 Passagiere.
Der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit geht es um Verbesserungen der betrieblichen Altersvorsorge. Die Flugbegleiter-Organisation UFO begründet ihren Warnstreik mit der geplanten Schließung der Lufthansa Cityline und dem Fehlen eines Sozialplans bei der Regionalfluggesellschaft. Erst für den Freitag rechnet die Lufthansa wieder mit der Rückkehr zum normalen Flugplan.
EU-Gipfel berät über Impulse für die Wirtschaft
Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union kommen an diesem Donnerstag im belgischen Schloss Alden Biesen zu Beratungen über die angeschlagene europäische Wirtschaft zusammen. Konkrete Beschlüsse werden bei dem Treffen jedoch nicht erwartet.
Wirtschaftsvertreter klagen über hohe Energiepreise, ausbleibende Investitionen und wachsende Wettbewerbsnachteile. Als zentrale Handlungsfelder gelten der zersplitterte europäische Finanzmarkt, langwierige Genehmigungsverfahren sowie unterschiedliche Standards in zahlreichen EU-Mitgliedstaaten. Zudem dürften eine vereinfachte europäische Gesellschaftsform für Start-ups und ein stärkerer Vorrang für europäische Unternehmen bei öffentlichen Ausschreibungen zur Sprache kommen.
Wahllokale in Bangladesch haben geöffnet
Gut eineinhalb Jahre nach dem Sturz der langjährigen Regierungschefin Sheikh Hasina hat in Bangladesch die Wahl zu einem neuen Parlament begonnen. Fast 128 Millionen Bürger sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die vorgezogene Wahl gilt als Test für einen geordneten demokratischen Übergang in dem armen, überwiegend muslimisch geprägten südasiatischen Land.
Der rechts der politischen Mitte stehenden Nationalistischen Partei Bangladeschs werden zusammen mit ihren Partnern die größten Chancen prognostiziert. Bei der Wahl geht es um die Vergabe von 350 Parlamentsmandaten. Von ihnen werden 300 direkt gewählt. 50 Sitze sind für Frauen reserviert.
Stars der Filmbranche kommen zur Berlinale
In Berlin startet Deutschlands größtes Filmfestival, die Berlinale. Intendantin Tricia Tuttle und Jurypräsident Wim Wenders werden die diesjährigen Internationalen Filmfestspiele bei einer Gala am Abend eröffnen. Zum Auftakt läuft als Weltpremiere die Liebeskomödie "No Good Men" der afghanischen Regisseurin Shahrbanoo Sadat.
Insgesamt sind bis zum 22. Februar 276 Filme zu sehen. Davon konkurrieren 22 Produktionen im Wettbewerb um den Goldenen und um die Silbernen Bären.
AR/se/pgr (afp, rtr, dpa, kna, epd)
Dieser Artikel wurde um 9.00 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.