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Politik

Trump und Xi suchen den direkten Draht

8. Mai 2018

Die Verhandlungen im Handelsstreit zwischen China und den USA stecken fest, nun haben es der US-Präsident und sein chinesischer Kollege auf persönlicher Ebene versucht. Weiteres Thema eines Telefonats war Nordkorea.

Südkorea Besuch US-Präsidenten Donald Trump bei Xi Jinping
Bild: picture-alliance/dpa/A. Brandon

Donald Trump und Xi Jiping sprachen demnach über das Treffen des chinesischen Präsidenten mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un vom Dienstag. Xi habe Trump informiert, dass China das für Ende Mai oder Anfang Juni geplante Gipfeltreffen zwischen dem US-Präsidenten und Kim begrüße, berichteten die Staatsmedien. Er hoffe, dass beide Seiten gegenseitiges Vertrauen aufbauen könnten.

Trump besteht auf Beibehaltung von Sanktionen

Vor dem Telefonat hatte Trump im Kurznachrichtendienst Twitter erklärt, dass im Umgang mit Nordkorea "Beziehungen und Vertrauen" zunähmen. Im Gespräch mit Xi betonte er dennoch die Bedeutung der Einhaltung der Sanktionen gegen Nordkorea. Für eine Änderung der Sanktionspolitik müsse Nordkorea zunächst sein Atom- und Raketenprogramm dauerhaft stilllegen, erklärte das Weiße Haus. Darin seien sich China und die USA einig.

Beim Thema Handelsstreit machte der US-Präsident nochmals deutlich, dass die Handelsbeziehungen der beiden Staaten ausgeglichen sein müssten und "amerikanischen Firmen und Arbeitern zu Gute kommen" sollten, so das Weiße Haus weiter.

Handelsstreit: Xi bekundet guten Willen

Die chinesischen Staatsmedien wiederum berichteten, Xi habe Trump in dem Telefonat die Bereitschaft der Volksrepublik bekundet, den Handelsstreit zu beenden. Beide Länder sollten sich darum bemühen, einen Weg zu finden, den Konflikt vernünftig zu lösen. Für China seien gute Beziehungen zu den USA wichtig, für ihn selbst sei eine gute Arbeitsbeziehung zu Trump von Bedeutung, sagte Xi den Berichten zufolge.

Die Delegationen beider Länder könnten ihre Beratungen fortsetzen, so Xi. Eine US-Delegation unter Leitung von Finanzminister Steven Mnuchin war vergangene Woche mit leeren Händen aus Peking zurückgekehrt. Kommende Woche sollen weitere Verhandlungen in Washington folgen.

Trump wirft China Dumping-Preise, Diebstahl geistigen Eigentums von US-Firmen und andere unfaire Handelspraktiken vor. Die USA haben bereits Zölle auf Stahl- und Aluminium-Produkte aus China erhoben, Einfuhraufschläge auf zahlreiche weitere Produkte könnten folgen. Die Volksrepublik hat Gegenmaßnahmen angekündigt.

ww/kle (dpa, rtr)

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