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Katastrophe

"Dorian" steuert auf Puerto Rico zu

28. August 2019

Alarm auf der Karibikinsel: Zwei Jahre nach dem verheerenden Hurrikan "Maria" rüstet sich Puerto Rico für die Ankunft eines neuen großen Wirbelsturms. Die US-Regierung hat den Notstand über das Außengebiet verhängt.

Tropensturm Dorian
Bild: AFP/NOAA/HO

Nach Angaben des Nationalen Hurrikanzentrums NHC in Miami/Florida dürfte "Dorian" an diesem Mittwoch an der Südwestküste von Puerto Rico vorbeiziehen. Nach der neuen Gouverneurin des US-Außenterritoriums, Wanda Vázquez, rief auch Washington den Notstand für die Karibikinsel aus. 

US-Klimabehörde: "Dorian" könnte Hurrikan werden

Mit der von US-Präsident Donald Trump unterschriebenen Maßnahme übernehmen Bundesagenturen wie die Katastrophenschutz-Behörde FEMA die Koordination der Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung, öffentliche Gesundheit und Sicherheit. Zudem erhält Puerto Rico Zugang zu Bundeshilfen und Fördermitteln für den Fall, dass das Unwetter erhebliche Schaden anrichtet. Die FEMA teilte mit, sie habe rund 3000 ihrer Mitarbeiter für Noteinsätze auf der Insel mobilisiert.

Die US-Klimabehörde NOAA geht davon aus, dass "Dorian" vor seinem Auftreffen auf Puerto Rico noch weiter an Stärke gewinnen und sich zu einem Hurrikan auswachsen könnte. Zuletzt bewegte sich der Tropensturm mit einem Tempo von 20 Stundenkilometern in Richtung Nordwest vorwärts, am Dienstagnachmittag (Ortszeit) befand er sich im Bereich der Kleinen Antillen. Das NHC sagte voraus, dass "Dorian" nach Puerto Rico noch den Nordosten der Dominikanischen Republik erreicht wird, ehe er sich zwischen Donnerstag und Freitag den Bahamas sowie den Turks- und Caicosinseln nähert. 

Besser gewappnet

Gouverneurin Vázquez versicherte, dass die regionalen Behörden diesmal besser für den Sturm gewappnet seien als bei "Maria" 2017. Ihr Vorgänger Ricardo Rosselló war vor wenigen Wochen auch deshalb zurückgetreten, weil er für Korruption im Zusammenhang mit Hilfsgeldern nach Durchzug des Hurrikans verantwortlich gemacht wurde.

Hamsterkäufe: leere Regale in einem Geschäft im puerto-ricanischen Cabo Rojo Bild: Reuters/R. Arduengo

Durch "Maria" kamen auf Puerto Rico schätzungsweise knapp 3000 Menschen ums Leben. Der Wirbelsturm verursachte auf der Insel einen weitgehenden Zusammenbruch der Strom- und Wasserversorgung sowie des Straßen- und Telefonnetzes. Viele Dörfer waren monatelang von der Außenwelt abgeschnitten, kranke und alte Bewohner hatten keinen Zugang zu medizinischer Versorgung.

wa/nob (afp, NHC)

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