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30 Jahre Dayton-Abkommen

14. Dezember 2025

Das Friedensabkommen von Dayton beendete am 14. Dezember 1995 den Bosnienkrieg. In ihm wurden Schätzungen zufolge etwa 100.000 Menschen getötet, vor allem aus der muslimischen Bevölkerung. Der Krieg wirkt bis heute nach.

Der serbische Präsident Slobodan Milosevic, Bosniens Präsident Alija Izetbegovic und der kroatische Präsident Franjo Tudjman sitzen nebeneinander, Mitarbeitende legen ihnen die Vertragsunterlagen auf den Tisch
14. Dezember 1995: Der serbische Präsident Slobodan Milosevic, Bosniens Präsident Alija Izetbegovic und der kroatische Präsident Franjo Tudjman unterzeichnen im US-amerikanischen Dayton einen Friedensvertrag, der den Bosnienkrieg beendetBild: David Longstreath/AP Photo/picture alliance

Unabhängigkeitsbestrebungen der Teilrepubliken Jugoslawiens führten Anfang der 1990er Jahre zum schrittweisen Zerfall des Vielvölkerstaates. 

In Bosnien und Herzegowina führten die Spannungen zwischen den 3 größten ethnischen Gruppen 1992 zum Krieg: Bosnische Muslinnen und Muslime strebten nach einem unabhängigen Staat, nationalistische bosnische Serbinnen und Serben forderten einen Anschluss an Serbien, während viele kroatische Bosnier/-innen eine Vereinigung mit Kroatien wollten.

Bis Kriegsende 1995 starben Schätzungen zufolge etwa 100.000 Menschen, ein Großteil davon aus der muslimischen Bevölkerung. Allein bei dem Genozid in Srebrenica wurden mehr als 8000 bosnische Muslime durch die bosnisch-serbischen Einheiten ermordet.

Durch Angriffe auf serbische Stellungen durch NATO und USA 1995, konnten die USA die Kriegsparteien zu einem Abkommen drängen.

Im Dayton-Vertrag wurden die heutigen Grenzen Bosnien und Herzegowinas festgelegt sowie der Aufbau des Staatsapparates geregelt. Serbiens autonome, größtenteils albanisch geprägte Provinz Kosovo tauchte in dem Abkommen hingegen nicht auf.

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