30 Jahre Dayton-Abkommen
14. Dezember 2025
Unabhängigkeitsbestrebungen der Teilrepubliken Jugoslawiens führten Anfang der 1990er Jahre zum schrittweisen Zerfall des Vielvölkerstaates.
In Bosnien und Herzegowina führten die Spannungen zwischen den 3 größten ethnischen Gruppen 1992 zum Krieg: Bosnische Muslinnen und Muslime strebten nach einem unabhängigen Staat, nationalistische bosnische Serbinnen und Serben forderten einen Anschluss an Serbien, während viele kroatische Bosnier/-innen eine Vereinigung mit Kroatien wollten.
Bis Kriegsende 1995 starben Schätzungen zufolge etwa 100.000 Menschen, ein Großteil davon aus der muslimischen Bevölkerung. Allein bei dem Genozid in Srebrenica wurden mehr als 8000 bosnische Muslime durch die bosnisch-serbischen Einheiten ermordet.
Durch Angriffe auf serbische Stellungen durch NATO und USA 1995, konnten die USA die Kriegsparteien zu einem Abkommen drängen.
Im Dayton-Vertrag wurden die heutigen Grenzen Bosnien und Herzegowinas festgelegt sowie der Aufbau des Staatsapparates geregelt. Serbiens autonome, größtenteils albanisch geprägte Provinz Kosovo tauchte in dem Abkommen hingegen nicht auf.