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Neues Technologiezentrum soll Drohnenabwehr stärken

18. August 2026

Die Zahl hybrider Angriffe mit Drohnen nimmt zu. Teilweise handelt es sich um hybride Angriffe. Ein neues Zentrum am Flughafen Magdeburg-Cochstedt soll Deutschland besser auf solche Bedrohungen vorbereiten.

Deutschland Cochstedt 2026 | Eröffnung eines Drohnen-Sicherheitszentrums am Flugplatz
Innenminister Alexander Dobrindt (l.) und Forschungsministerin Dorothee Bär (2.v.l.) bei der Eröffnung des Drohnen-ZentrumsBild: Karina Hessland/REUTERS

Nach zahlreichen Vorfällen mit Drohnen hat die Bundesregierung in Sachsen-Anhalt ein neues Forschungszentrum eingerichtet, das gezielte Abwehrmöglichkeiten entwickeln soll. "Wir setzen etwas dagegen", sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt bei der Eröffnung am Flughafen Magdeburg-Cochstedt.

"Die hybriden Angriffe, sie sollen uns politisch und gesellschaftlich bezwingen", erklärte der Politiker der konservativen CSU. Das neue Zentrum werde "ein zentraler Baustein der Sicherheitsarchitektur gegenüber der hybriden Bedrohung durch Drohnen sein".

"In der Anwendung müssen wir schneller werden"

Das "Technologiezentrum Drohnensicherheit" wird unter Federführung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) betrieben. Es hatte den früheren Verkehrsflughafen Magdeburg-Cochstedt 2019 übernommen. 2021 eröffnete das DLR dort bereits das Nationale Erprobungszentrum für Unbemannte Luftfahrtsysteme, an welches das neue Zentrum nun angegliedert wird.

Antennen für das gezielte Beeinflussen der GPS-Systeme fremder Drohnen (Spoofing) auf dem Flughafen Magdeburg-CochstedtBild: Jan Woitas/dpa/picture alliance

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär sagte bei der Eröffnung, es sei wichtig, dass die Expertise zu Drohnentechnik an dem Standort gebündelt werde. Deutschland sei bereits in der Grundlagenforschung herausragend. "Aber in der Anwendung müssen wir einfach noch schneller werden", unterstrich die CSU-Politikerin.

Bis zu 40 neue Arbeitsplätze

Bis zu zehn Millionen Euro sollen in den kommenden Jahren in den Ausbau der neuen Forschungseinrichtung fließen. Zudem sollen bis zu 40 neue Arbeitsplätze entstehen. Das Zentrum bildet die Forschungssäule einer Drei-Säulen-Strategie des Bundes. Dazu gehören auch eine mobile Drohnenabwehreinheit der Bundespolizei und ein gemeinsames Drohnenabwehrzentrum von Bund und Ländern.

Der amtierende Vorsitzende der deutschen Innenministerkonferenz, Andy Grote von der sozialdemokratischen SPD, bestritt indes ausdrücklich ein Durcheinander bei den Kompetenzen. "Wir haben eigentlich klare Zuständigkeiten", sagte der Hamburger Innensenator im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF). An den Flughäfen sei die Bundespolizei zuständig, in militärischen Verteidigungslagen oder beim Schutz der eigenen Einrichtungen die Bundeswehr und sonst die Länderpolizeien. 

Die Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle wurde in der Nähe einer ukrainischen Antonov-Transportmaschine gefundenBild: Hendrik Schmidt/dpa/picture alliance

Wie aktuell das Thema ist, zeigte sich zuletzt am Flughafen Leipzig/Halle. Dort war eine umgebaute und mit Sprengstoff bestückte Drohne zwischen ukrainischen Frachtflugzeugen entdeckt worden. Die Bundesanwaltschaft sprach von einem "schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland".

gri/wa (afp, dpa, rtr)

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