Elf beliebte Backwaren aus deutschen Landen
Kate Müser /CP26. August 2015
Elf beliebte Backwaren aus deutschen Landen
Hungrig? Hier sind elf herzhafte und süße Gaumenfreuden, die in jeder deutschen Bäckerei weggehen wie die sprichwörtlich "warmen Semmeln". Brot und Kuchen - ein Kulturgut, um das man die Deutschen oft beneidet.
Brötchen ist nicht gleich Brötchen
Was wären die Deutschen ohne ihre Sonntagsbrötchen?! Aber aufgepasst: Wer in Berlin ein Brötchen will, muss Schrippen bestellen, in Bayern Semmeln, im Schwabenland Weckle und im hohen Norden ein Rundstück. Früher gab es sie vor allem mit Sesam oder Mohn, heute sind Ableger aus Roggen, Dinkel oder mit Kürbiskernen auf dem Vormarsch. Sie sollen gesünder sein als die klassischen Weißmehlbrötchen.
Mehr als ein Klischee: die Brezel
Ein Mann in Lederhosen sitzt an einem in weiß-blau dekorierten Tisch und isst eine Brezel. Dazu schneidet man das Gebäck in zwei Hälften und bestreicht es mit Butter. Die Maß Bier dazu darf natürlich auch nicht fehlen. Fertig ist das Klischee von Bayern. Doch die süddeutsche Brezel hat längst ihren Siegeszug durch ganz Deutschland angetreten und schmeckt auch den Nordlichtern.
Körnig, deftig, gesund: das Vollkornbrot
Den Deutschen müssen eine gute Verdauung haben, denn sie lieben Vollkornprodukte, am liebsten gleich mehrere Kornsorten in einem Brotlaib. Und Pumpernickel & Co scheinen einem direkt zuzurufen: "Ich bin ein gesundes Produkt!" Das ist den Kunden wichtig. Morgens das Vollkornbrötchen, vom Bäcker mit Körnern bestreut, abends die Scheibe Brot mit Käse oder Wurst: Guten Appetit!
Für Leckermäulchen: das Milchbrötchen
Für Kinder und alle, die gerne Süßes zum Frühstück mögen, haben die meisten Bäckereien Milchbrötchen im Angebot. Sie bestehen aus einem flauschigen weißen Teig mit einem Schuss Milch und Rosinen oder Schokoladenstückchen. Leider kann man die dunklen Einsprengsel schlecht voneinander unterscheiden: So kommt es beim Reinbeißen manchmal zu einer Überraschung.
Französischer Import: das Croissant
Na ja, typisch deutsch sind die französischen Croissants nicht, aber beim Frühstück oder Brunch sind die schmackhaften "Hörnchen" längst nicht mehr wegzudenken. Es gibt sie ohne Füllung und mit einem Marmelade- oder Creme-Innenleben. Natürlich gibt es die Croissant-Variante als pure Verführung auch mit Schokoladenfüllung - ideal für alle, die nicht auf ihre Figur achten wollen oder müssen.
Ein Bestseller: der Käsekuchen
Die zahlreichen Kuchenvarianten in deutschen Bäckereien sind berühmt. Für den beliebten Käsekuchen verwendet man Speisequark, der dicker als Joghurt, aber nicht so dick oder süß wie Quark ist. Damit unterscheidet sich ein Käsekuchen aus Castrop-Rauxel oder Frankfurt deutlich von der New Yorker Variante. Die hat nämlich eher einen Früchteaufsatz als versteckte Rosinen zu bieten.
Ein krümeliger Leckerbissen: der Mohnkuchen
Deutschland ist verrückt nach Mohn. Nicht nur auf dem Brötchen, sondern auch in und auf dem Kuchen. Beim Mohnkuchen werden die kleinen schwarzen Kügelchen nicht nur verstreut, sondern als Masse auf den Kuchenboden aufgebracht. Abgedeckt werden kann der Mohnkuchen mit einer Schicht Streusel oder Teig. So passt der Mohnkuchen wunderbar zum Kaffeekränzchen am Nachmittag.
Ein Klassiker: der Bienenstich
Niemand will einen Bienenstich - es sei denn, es ist der traditionelle Blechkuchen aus Hefeteig mit einem Belag aus einer karamellisierten Fett-Zucker-Mandel-Masse. Zusätzlich kann der Kuchen auch mit Sahne- oder Puddingcreme gefüllt werden. Auch diese Kalorienbombe passt perfekt zum Nachmittagskaffee.
Rund und bestäubt: der Berliner
Das in Fett gebackenes Hefegebäck wurde der Legende nach im 18. Jahrhundert von einem Berliner Zuckerbäcker erfunden, der in der Armee Friedrich des Großen als Feldbäcker diente. Traditionell werden Berliner - in einigen Regionen auch als Krapfen bekannt - an Silvester und im Karneval gegessen. Die süßen Teilchen sind mit Puderzucker bestäubt und mit Marmelade gefüllt.
Klebriger Genuss: das Puddingteilchen
Das Plundergebäck besteht im Wesentlichen aus Puddingcreme, Weizenmehl, Palmfett, Wasser, Zucker, Hefe und Eiern. Es schmeckt zum Bier ebenso wie zum Kaffee. Allerdings sollte man an eine Serviette denken, denn von der Zuckerglasur bekommt man beim Essen sehr klebrige Finger .
Streuselkuchen
Seit Jahrhunderten zählt dieser flache oder in Tortenform gebackene Kuchen aus Hefeteig in Deutschland zu den beliebtesten Backwaren. Bäckereien verkaufen oft große Bleche mit Streuselkuchen, die in kleinere Stücke geschnitten und gerne auch mit Sahne gegessen werden. Die knusprig gebackenen Teigflocken, also die Streusel, dekorieren die Kuchenoberfläche und schmecken einfach lecker.