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Musik

Wieder da: Mick Jagger zurück auf der Bühne

22. Juni 2019

Herz-OP mit 75? Das ist doch keine große Sache! Jedenfalls, wenn man Sir Michael Philip Jagger heißt. Der Sänger kehrte jetzt zurück auf die Bühne: mit neuer Herzklappe und seinen Altersgenossen von den Rolling Stones.

Rolling Stones Konzert Chicago USA
Bild: Getty Images/K. Krzaczynski

Die Jeans: "skinny", also hauteng wie stets. Die Jacke: schwarz-weiß, ein Rautenmuster, es sah aus der Entfernung aus wie teuerstes Leder. Seine Laune: blendend, und die Gesundheit dem Augenschein nach auch. Keine drei Monate nach seiner Herz-Operation hat sich Mick Jagger nun wieder auf die Bühne begeben. In Chicago haben die Rolling Stones ihre "No filter"-Tour in den USA aufgenommen, die sie wegen der unerwarteten Nachricht vom Ausfall ihres Frontmanns im April zunächst absagen mussten.

"Es ist großartig, wieder hier auf dem 'Soldier Field' zu sein - schon zum achten Mal", rief Jagger den rund 61.000 Fans in der Open-Air-Arena "Soldier Field" zu, wo normalerweise die Footballer der "Chicago Bears" auflaufen. Vor Jaggers Begrüßungsworten hatten die Stones mit "Street Fighting Man" den Abend eröffnet und mit "Let's Spend the Night Together" nachgelegt.

Charlie Watts darf sitzen

Anfang April hatte sich der 75-Jährige in New York eine neue Herzklappe einsetzen lassen müssen und bereits da erklärt, dass er alles tun werde, um möglichst schnell wieder auf die Bühne zu kommen. Und da Jagger nicht dafür bekannt ist, allzu zögerlich zu Werke zu gehen, konnten sich die US-Fans auf die angekündigten Konzerte freuen. Im Mai hatte sie der Brite auf Twitter bereits über seinen Fitness-Zustand unterrichtet.

Nun ist der Frontmann ja nicht der einzige der Stones, der sich mit dem Titel "Senior Artist" schmücken könnte. Keith Richards ist 75, Ronnie Wood 72 und Drummer Charlie Watts bereits 78 Jahre alt. Ob der es bei den Konzerten inzwischen als Privileg genießt, am Schlagzeug sitzen zu dürfen, ist nicht bekannt.

Die anderen älteren Herren (von links): Ronnie Wood, Jagger, Charlie Watts und Keith Richards Bild: Getty Images/K. Krzaczynski

Die Band wird nun von US-Küste zu US-Küste touren: Florida, Texas, Arizona, Kalifornien, Colorado, Pennsylvania, Massachusetts, New Jersey und Washington. Die Nachrichtenagentur Associated Press berichtet unter Berufung auf die Fachzeitschrift Pollstar, die Konzertreihe habe zuvor in Europa rund 116 Millionen US-Dollar eingebracht. Dafür kann man schon mal ein paar Nächte miteinander verbringen. Lustiger als Reha-Maßnahmen ist es allemal.

ml/pgr (ap, Rolling Stone)