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Märkte erleichtert nach Haushaltsdeal

17. Oktober 2013

Das vorläufige Ende des Haushaltsstreits in den USA ist weltweit begrüßt worden. Die Börsen reagierten erleichtert, Ölpreise gingen leicht nach unten. Ein Land hat sich besonders über die Einigung gefreut.

epa03912836 A board shows the Dow Jones industrial average on the floor of the New York Stock Exchange at the end of the trading day in New York, New York, USA, 16 October 2013. Markets reacted to the possible resolution of the shutdown of the United States government and the Dow Jones industrial average went up over 200 points. EPA/JUSTIN LANE
Bild: picture-alliance/dpa

US-Einigung: die Unsicherheit bleibt

01:13

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Das Ende der Finanzkrise in den USA hat auch an den Börsen für Erleichterung und neue Impulse gesorgt. In Asien kletterten die Kurse nach oben, in Tokio legte der Nikkei Index im späten Handel um rund 0,5 Prozent zu. Auch an den Börsen von Taipeh, Hongkong und Shanghai zeigten die Kurven nach oben.

Die chinesische Regierung hat die Einigung im Haushaltsstreit begrüßt. Eine Sprecherin des Außenministeriums sagte, der Kompromiss diene nicht nur den US-Interessen, "sondern der wirtschaftlichen Stabilität und Entwicklung in der Welt." Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua bezweifelte dagegen in einem Kommentar die Sicherheit von US-Staatspapieren und riet Anlegern zu Alternativen, solange "keine endgültige Lösung der US-Schuldenkrise in Sicht" sei.

China ist der größte ausländische Gläubiger der USA und hält rund 1,3 Billionen Dollar in US-Staatspapieren.

Die chinesische Ratingagentur Dagong stufte unterdessen die USA von der dritthöchsten Bonitätsstufe "A" auf "A-" herunter. Dagong gilt wegen der nach Ansicht von Experten undurchsichtigen engen Verflechtung von Politik und Wirtschaft nicht als ernstzunehmendder Konkurrent für die großen westlichen Ratingagenturen Standard & Poor's, Moody's und Fitch.

US-Einigung: die Unsicherheit bleibt

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Höhenflug an den Börsen

Zuvor hatte schon der Aktien-Index Dow Jones an der New Yorker Börse angesichts der bevorstehenden Einigung von Republikanern und Demokraten um bis zu 200 Zähler zugelegt und lag bei 15.370 Punkten.

Der Deutsche Aktienindex DAX wurde von den Aussichten auf ein Ende des US-Haushaltsstreits mit 8846 Punkten auf den höchsten Schlusskurs seiner 25-jährigen Geschichte getrieben.

Auch auf den Handel mit Staatsanleihen der USA wirkte sich die Einigung in Senat und Kongress positiv aus: Wegen erhöhter Nachfrage bei den Anlegern ging der Zinssatz für richtungsweisende zehnjährige US-Anleihen im freien Handel auf 2,65 Prozent zurück. Eine ähnliche Entwicklung war bei Papieren mit kürzerer Laufzeit zu beobachten.

Keinen anhaltenden Aufwärtstrend konnte der Dollar verbuchen: Kurz nach der Einigung von Republikanern und Demokraten im US-Kongress war er zwar auf ein Drei-Wochen-Hoch gestiegen, musste anschließend aber wieder Verluste hinnehmen.

Nach Berechnungen der Ratingagentur Standard & Poor's hat der "Shutdown", also der Haushaltsstillstand der US-Regierung, die Wirtschaft des Landes bereits 24 Milliarden Dollar gekostet, das sind umgerechnet 17,7 Milliarden Euro.

"Ein wichtiger und notwendiger Schritt"

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, äußerte sich erleichtert über die Einigung im US-Haushaltsstreit. Der Kongress habe einen "wichtigen und notwendigen Schritt" unternommen, erklärte sie nach der Entscheidung der beiden Kammern in Washington. Die Unsicherheit über die Finanzpolitik der USA müsse nun unbedingt verringert werden.

IWF-Direktorin Lagarde ist erleichtertBild: DW

Nach Ansicht von Weltbank-Präsident Jim Yong Kim ist die Weltwirtschaft durch den Kompromiss in Washington nur knapp einem Desaster entgangen. Die Einigung kurz vor Ablauf der Frist an diesem Donnerstag kommentierte er mit den Worten: "Dies sind gute Nachrichten für die Entwicklungsländer und die Armen der Welt."

mak/det (dpa, rtr)

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