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PolitikGlobal

News kompakt: EU will lange Zugreisen einfacher machen

13. Mai 2026

Laut einem Plan der EU sollen Reisende bald mit dem Zug einfacher durch ganz Europa fahren können. China verlangt von Pakistan mehr Einsatz bei der Vermittlung eines Friedens im Iran-Krieg. Der DW-Nachrichtenüberblick.

Ein TGV-Zug des französischen Betreibers SNCF
Der Hochgeschwindigkeitszug TGV in FrankreichBild: Jakub Porzycki/NurPhoto/picture alliance

Die EU-Kommission legt an diesem Mittwoch Vorschläge vor, mit denen grenzüberschreitende Bahnfahrten einfacher werden sollen. Geplant ist unter anderem, dass Reisende bei Ausfällen oder verpassten Anschlüssen besser unterstützt werden. Ziel ist es, die Bahn als klimafreundliche Alternative zum Flugverkehr attraktiver zu machen.

Bislang sind internationale Zugreisen oft umständlich, weil Fahrkarten bei mehreren Anbietern gekauft werden müssen. Künftig sollen Bahnunternehmen verpflichtet werden, auch Tickets anderer europäischer Anbieter zu verkaufen. Die Vorschläge gehen nun in die Verhandlungen zwischen dem Europaparlament und den Mitgliedstaaten.

China drängt Pakistan zu stärkerer Vermittlung im Iran-Krieg

Chinas Außenminister Wang Yi hat Pakistan aufgefordert, seine Vermittlungsbemühungen im Iran-Krieg zu verstärken. Im Dialog mit Teheran und Washington solle Islamabad auch auf eine Öffnung der Straße von Hormus hinwirken. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua nach einem Telefonat Wangs mit Pakistans Außenminister Ishaq Dar.

Chinas Außenminister Wang Yi im AprilBild: Royal Thai Government/Handout/REUTERS

China, ein wichtiger Abnehmer iranischen Öls, fordert eine schnelle Freigabe der strategisch wichtigen Meerenge, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gastransports läuft. Seit Beginn des Kriegs ist die Route weitgehend blockiert. Pakistan vermittelt in dem Konflikt. Gespräche zwischen Washington und Teheran über ein Ende der Blockaden kommen bislang nicht voran.

Zehntausende protestieren in Argentinien gegen Kürzungen an Unis

Zehntausende Menschen haben in Buenos Aires gegen Kürzungen an staatlichen Universitäten protestiert. Der zentrale Versammlungsort war der Platz vor dem Präsidentenpalast. Nach Angaben der Universität von Buenos Aires gingen allein in der Hauptstadt rund 600.000 Menschen auf die Straße. Auch in Córdoba, Mendoza und Tucumán gab es laut Medienberichten Kundgebungen.

Demonstration in Buenos Aires für mehr Mittel für öffentliche UniversitätenBild: Rodrigo Abd/AP Photo/picture alliance

Auslöser der Proteste ist der Streit um ein Gesetz zur Universitätsfinanzierung, das 2025 vom Parlament verabschiedet wurde. Präsident Javier Milei legte später sein Veto ein und verwies auf die Haushaltspolitik seiner Regierung. Der Fall liegt nun beim Obersten Gericht, das für seine Entscheidung an keine Frist gebunden ist.

Kanzler Merz bekommt beim DGB-Kongress Pfiffe und Buhrufe

Bundeskanzler Friedrich Merz hat auf dem Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) für tiefgreifende Sozialreformen geworben. Es sei lange versäumt worden, "unser Land zu modernisieren", sagte Merz vor den 400 Delegierten in Berlin. Diese "aufgestauten Probleme" kämen nun zusammen mit neuen Krisenlagen. Als der Kanzler die bereits von der Bundesregierung beschlossenen Sparmaßnahmen bei der gesetzlichen Krankenversicherung schilderte, gab es die ersten Pfiffe, Buhrufe und Zwischenrufe. Weitere folgten, als Merz die im Sommer bevorstehende Reform der gesetzlichen Rentenversicherung ansprach.

Bundeskanzler Friedrich Merz spricht beim Deutschen GewerkschaftsbundBild: Chris Emil Janssen/Chris Emil Janßen/picture alliance

Er redete als erster CDU-Kanzler seit acht Jahren bei einem DGB-Bundeskongress. Später sprach auch Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) vor den Delegierten. "Die Unterschiede zwischen der Union und uns waren selten so spürbar wie heute", sagte sie mit Blick auf die aktuellen Diskussionen in der Regierungskoalition.

Deutschland ist "Top-Angriffsziel" von Cyberkriminellen

Immer mehr Unternehmen, Verwaltungen und Organisationen in Deutschland werden Opfer von Cyber-Attacken, bei denen Kriminelle Daten verschlüsseln und dann Lösegeld für die Freigabe fordern. Das geht aus dem neuen Bundeslagebericht Cybercrime des Bundeskriminalamtes hervor. Als führendes Mitglied der Europäischen Union und der NATO stehe Deutschland "im Fokus von vor allem politisch motivierten Cyberangriffen", heißt es weiter. Dabei spiele der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) eine immer größere Rolle.

2025 registrierten die deutschen Sicherheitsbehörden rund 334.000 Fälle von Cyberangriffen. Zwei Drittel der Taten wurden aus dem Ausland oder von unbekannten Tatorten aus begangen. Die tatsächliche Bedrohung dürfte aufgrund eines erheblichen Dunkelfeldes deutlich höher liegen, betonte das Innenministerium. Das geschätzte Schadensvolumen für die deutsche Wirtschaft liegt bei 202,4 Milliarden Euro - das entspricht rund 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, also des Gesamtwerts aller Waren und Dienstleistungen. 

Bundesregierung streicht weniger Integrationskurse als geplant

In Deutschland fallen nun doch weniger Integrationskurse für Zuwanderer weg als ursprünglich geplant. Die Bundesregierung aus konservativer Union und Sozialdemokraten verständigte sich auf einen Kompromiss, wie der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Sebastian Fiedler, in Berlin mitteilte. Davon würden vor allem Flüchtlinge aus der Ukraine sowie EU-Bürger und ihre Angehörigen, die in der Bundesrepublik leben, profitieren. Ab dem 1. Juni soll es für sie wieder Plätze in den Kursen geben, im Rahmen eines bundesweiten Kontingents.

Für Geduldete und Asylbewerber im laufenden Verfahren sind dagegen weiterhin grundsätzlich keine Integrationskurse mehr vorgesehen. Ihnen steht es aber frei, an einem Erstorientierungskurs teilzunehmen, der einen deutlich geringeren Umfang hat. Die Kosten für Integrationskurse werden hauptsächlich vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) übernommen, oft in Kombination mit einem geringen Eigenbeitrag der Teilnehmenden. In den Kursen werden Deutschkenntnisse sowie Informationen über Gesellschaft und Rechtsordnung in Deutschland vermittelt.

pgr/se/jj (dpa, afp, rtr, epd)

Dieser Nachrichtenüberblick wurde um 9.00 Uhr (MESZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.

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