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HandelEuropa

EU und Mercosur: Wer profitiert?

03:43

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Wolfgang Bernert
1. Mai 2026

Das EU-Freihandelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay ist vorläufig in Kraft getreten. Es schafft zahlreiche Zölle auf beiden Seiten ab. Was sind die Folgen?

Das Handelsabkommen zwischen der EU und Mercosur verändert den transatlantischen Handel – und schafft neue Chancen und auch neue Unsicherheiten auf beiden Seiten. Das Abkommen zwischen der Europäischen Union und den Mercosur‑Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay sieht eine Begrenzung der Rindfleischimporte in die EU vor, dabei Region ein globaler Fleischexporteur. Befürworter des Abkommens in Südamerika betonen den verbesserten zollfreien Zugang für europäische Industriegüter. Befürworter in der EU erwarten erhebliche Gewinne beispielsweise für die Automobilindustrie, den Maschinenbau und die Chemiebranche.

Deutsche Industrieverbände stehen dem Abkommen überwiegend positiv gegenüber und hoffen auf neue Absatzmärkte sowie widerstandsfähigere Lieferketten. In Südamerika sehen Hersteller wie der Lkw‑Produzent Scania neue Exportchancen, da Zölle schrittweise abgebaut werden. In der Landwirtschaft hingegen ist das Bild gemischt: Während Viehzüchter das Abkommen begrüßen, fürchten Milchbauern zunehmenden Wettbewerbsdruck, da die Zölle auf europäischen Käse auslaufen. 


 

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