Die Europäer stellen der Ukraine Sicherheitsgarantien in Aussicht. Im Gegenzug könnte das Land auf einen NATO-Beitritt verzichten. Doch wie steht Russland zu diesem Vorschlag?
Das Ringen darum, welche Sicherheitsgarantien die westlichen Unterstützerstaaten der Ukraine geben können, geht in die nächste RundeBild: Andreas Stroh/Zumapress/picture alliance
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Eines der Hauptthemen der Gespräche in Berlin am 14. und 15. Dezember waren die Sicherheitsgarantien, die die Ukraine im Falle eines Friedensabkommens mit Russland erhalten soll. An den Gesprächen nahmen neben europäischen Staats- und Regierungschefs auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der US-Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn des US-Präsidenten, Jared Kushner, teil. Danach führten die Beteiligten auch ein Telefonat mit US-Präsident Trump.
Bundeskanzler Friedrich Merz und Wolodymyr Selenskyj bewerteten die Ergebnisse der Gespräche positiv. "Wir haben von amerikanischer Seite gehört, dass sie bereit sind, Sicherheitsgarantien zu geben, die Artikel 5 des NATO-Vertrags entsprechen", erklärte Selenskyj auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Merz.
Rechtlich verankerte Sicherheitsgarantien
In einer gemeinsamen Erklärung der europäischen Staats- und Regierungschefs geht es um eine von Europa geführte, aus Beiträgen williger Nationen bestehende "multinationale Truppe für die Ukraine". Sie soll die ukrainischen Streitkräfte entlasten und ihr bei der Sicherung des Luftraums und der Seewege auf dem Schwarzen Meer helfen.
Die in der Erklärung enthaltenen Zusagen sehen zudem einen von den USA geführten Mechanismus zur Überwachung des Waffenstillstands unter internationaler Beteiligung vor, aber auch eine rechtlich bindende Verpflichtung für die Länder, im Falle eines künftigen bewaffneten Angriffs auf die Ukraine Maßnahmen zur Wiederherstellung von Frieden und Sicherheit zu ergreifen.
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete unter Berufung auf eigene Quellen, Selenskyj habe bei den Gesprächen in Berlin zugestimmt, auf einen NATO-Beitritt seines Landes zu verzichten, im Gegenzug für Sicherheitsgarantien seitens des Westens.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff, Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und europäischen Staats- und Regierungschefs in BerlinBild: Lisi Niesner/AFP
Wie diese Garantien für die Ukraine konkret aussehen sollen, bleibt jedoch unklar. "Diese Maßnahmen können den Einsatz bewaffneter Streitkräfte, nachrichtendienstliche und logistische Unterstützung sowie wirtschaftliche und diplomatische Maßnahmen umfassen", so die Erklärung. Bislang haben sich die USA noch nicht offiziell dazu geäußert.
Ein hochrangiges Mitglied des amerikanischen Verhandlungsteams sagte laut der Nachrichtenagentur AFP, die vorgeschlagenen Garantien seien "wirklich stark" und verwies auf eine "sehr wirksame Abschreckung" Russlands mithilfe amerikanischer Waffen. Es gehe aber nicht, so der Vertreter, um einen Einsatz amerikanischer Soldaten.
Artikel 5 des NATO-Vertrags ist kein Allheilmittel
Susan Stewart von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) hält die Erklärung der Europäer mit den konkret aufgeführten Maßnahmen für "sehr wichtig" für die Ukraine. Ihrer Ansicht nach ähneln die dort genannten potenziellen Sicherheitsgarantien jenen, die NATO-Mitgliedern durch Artikel 5 gewährt werden.
Dieser verpflichtet die Verbündeten, ein Mitgliedsland im Falle eines Angriffs zu unterstützen. "In Artikel 5 des NATO-Vertrages steht ja auch nicht drin, dass man unbedingt mit militärischen Mitteln auf einen Angriff reagiert, sondern dass jeder Staat die Mittel einsetzt, die er für notwendig und richtig hält", betont die Expertin im Gespräch mit der DW.
Man müsse abwarten, so Stewart, bis die Details der Kyjiw zugesicherten Garantien bekannt werden, um bewerten zu können, was sie konkret bedeuten. "Aber ich finde es schon sehr wichtig, dass dieser Schritt jetzt vorgenommen worden ist, diese Punkte aufzulisten und zu sagen: 'Ja, wir als Europäer sind dazu bereit.'" Die europäische Erklärung lasse erkennen, dass "bestimmte Vereinbarungen mit den USA" bereits getroffen seien.
Die Sicherheitsexpertin Claudia Major vom German Marshall Fund meint hingegen, dass die diskutierten Sicherheitsgarantien für die Ukraine mit denen der NATO-Staaten nicht vergleichbar sind. "Es ist eine Unterstützung. Es ist aber keine rechtlich bindende Verpflichtung, die Ukraine im Falle eines neuen Angriffs zu verteidigen", sagte sie im deutschen Fernsehsender ARD.
Laut Major lässt sich aus dem, was derzeit bekannt ist, keine konkrete Reaktion auf einen erneuten russischen Angriff ableiten: "Kommen dann Truppen? Kommt dann jemand, der die Ukraine verteidigt, wie in der NATO? Das ist nicht der Fall."
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Welcher Meinung ist man im Kreml?
Die wohl wichtigste Frage ist aber, wie Russland auf die Vorschläge der Europäer, Ukrainer und Amerikaner reagieren wird. Über allem, was jetzt in Europa entschieden oder bearbeitet werde, hänge dieses "Damoklesschwert", sagt der österreichische Militärexperte Markus Reisner im DW-Gespräch.
Er glaubt nicht, dass Russland Zugeständnisse machen werde, da es sich "auf der Siegerstraße" wähnt. "Es geht hier konkret um die Frage des Donbass, ob die Russen faktisch den gesamten Donbass in Besitz nehmen können oder nicht. Momentan ist es so, dass die Russen darauf bestehen. Putin wird diesen Krieg weiterführen, so lange, bis das der Fall ist", so der Experte.
Wladimir Putin hat wiederholt erklärt, die vollständige Kontrolle über den Donbass erlangen zu wollenBild: Gavriil Grigorov/AFP
Skeptisch ist Reisner auch, was die potenziellen Sicherheitsgarantien für die Ukraine angeht. Es bleibe zu befürchten, dass die neuen Zusagen sich in ein weiteres "Budapester Memorandum" oder "Minsker Abkommen" verwandeln könnten.
Diese in der Vergangenheit unterzeichneten Dokumente, die die territoriale Integrität und Souveränität der Ukraine schützen sollten, haben Russland nicht davon abgehalten, das Land 2014 und erneut 2022 anzugreifen. Daher müsse man "darauf hoffen, dass diese Sicherheitsgarantien, wenn sie von den USA kommen, wirklich ernst gemeint sind und auch umgesetzt werden", so Reisner.
Warnung vor "Minsk-3"
Wilfried Jilge von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) fürchtet in diesem Zusammenhang ein "Minsk-3" - in Anspielung auf die beiden bisherigen Abkommen, die keinen dauerhaften Frieden bringen konnten.
Er warnt insbesondere vor einer Art Pufferzone im Donbass mit Zugang für russische Vertreter. Nach den Berliner Gesprächen hatte Wolodymyr Selenskyj erklärt, die amerikanische Seite schlage die Einrichtung einer "freien Wirtschaftszone" im Donbass vor.
"Sobald Russen in so einem Gebiet sind, seien es nur Polizeikräfte, dann ist damit zu rechnen, dass Regelungen wieder unterminiert und manipuliert werden", sagt der Experte der DW. Dies könne dazu führen, dass "die Ukrainer erneut in Provokationen hineingezogen werden, die Russland am Ende nutzen wird, um wieder einen Anlass zu haben, das Gebiet dann doch zu besetzen". Vor allem aber sage Russland überhaupt nicht, dass es bereit ist, irgendetwas zu unterzeichnen, so Jilge.
Verhandlungen, überraschende Treffen, jetzt die Berlin-Gespräche. Versuche, den russischen Krieg gegen die Ukraine zu beenden, hat es viele gegeben. Hier ein kurzer Überblick in Bildern.
Bild: Emmanuele Contini/NurPhoto/picture alliance
Berliner Gespräche: Fahrplan für Sicherheitsgarantien
Am 14. und 15. Dezember 2025 treffen sich in Berlin der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, europäische Staats- und Regierungschefs sowie US-Vertreter. Sie beraten über einen Waffenstillstand und bringen eine von Europa geführte multinationale Truppe für die Ukraine ins Spiel. Jahre gescheiterter Friedensbemühungen sind dem Treffen vorausgegangen - ein Blick auf die früheren Ereignisse:
Bild: Lisi Niesner/AFP
Friedenssuche im Kreml: Merkel und Hollande bei Putin
Am 6. Februar 2015 treffen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel, Russlands Präsident Wladimir Putin (Mitte) und Frankreichs Präsident François Hollande im Kreml, um über eine Beendigung der Kämpfe in der Ostukraine zu beraten. Seit April 2014 kämpfen ukrainische Streitkräfte gegen von Russland unterstützte Separatisten im Donbass, nachdem Russland im März 2014 die Krim annektiert hatte.
Bild: Sergei Ilnitsky/dpa/picture alliance
Fünf Staatschefs in Minsk: Hoffnung auf Deeskalation
Das Abkommen Minsk II ist unterschrieben. Am 12. Februar 2015 posieren der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko, Wladimir Putin, Angela Merkel, François Hollande und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko in der belarussischen Hauptstadt. Die Minsker Abkommen sollen den Krieg in der Ostukraine eindämmen. Der im Abkommen Minsk I vereinbarte Waffenstillstand hatte nur kurz gehalten.
Bild: Alexei Druzhinin/TASS/dpa/picture alliance
Diplomatie im Normandie-Format: Selenskyis Debüt in Paris
Die Abkommen von Minsk beenden den Konflikt nicht. Parallel wird seit Juni 2014 im sogenannten Normandie-Format zwischen Deutschland, Frankreich, der Ukraine und Russland gesprochen - initiiert am Rande der Feier zum 70. D-Day-Jubiläum in der Normandie. Bei dem Treffen im Dezember 2019 im Pariser Élysée-Palast nimmt erstmals der neue ukrainische Präsident Selenskyj (li.) teil.
Bild: Eliot Blondet/ABACA/picture alliance
Genfer Gipfel: Biden und Putin im direkten Schlagabtausch
Es gibt weitere intensive Gesprächsrunden zwischen den USA, der NATO, Russland, Frankreich und Deutschland. Am 16. Juni 2021 kommt es in Genf zum ersten persönlichen Gipfeltreffen zwischen Joe Biden und Putin seit Amtsantritt des US-Präsidenten. Biden bekräftigt die territoriale Integrität und Souveränität der Ukraine. Putin weist jede Verantwortung für die Spannungen in der Ostukraine zurück.
Bild: Patrick Semansky/AP Photo/picture alliance
Virtuelles Krisengespräch: Biden warnt Putin vor einer Invasion
Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen um die Ukraine schalten sich Biden und Putin am 7. Dezember 2021 zu einer Videokonferenz zusammen. Biden warnt Moskau vor "wirtschaftlichen Konsequenzen wie nie zuvor" im Falle eines Einmarschs, betont jedoch, dass die USA keine eigenen Truppen entsenden werden.
Letzte Mission vor dem Sturm: Scholz bei Putin im Kreml
Deutschland versucht zu deeskalieren. Am 15. Februar 2022 trifft Bundeskanzler Olaf Scholz (re.) im Kreml Präsident Putin. Nur neun Tage später startet Russland seine großangelegte Offensive gegen die Ukraine. Putin spricht in einer Fernsehansprache verharmlosend von einer "militärischen Spezialoperation". Das Treffen gilt als letzter direkter diplomatischer Kontakt vor Kriegsbeginn.
Verhandlungen am Bosporus: Kein Waffenstillstand, aber Getreideabkommen
Ab März 2022 treffen sich ukrainische und russische Delegationen wiederholt in Istanbul zu direkten Friedensgesprächen unter türkischer Vermittlung. Trotz Annäherungen bleibt ein Waffenstillstand aus. Die Türkei vermittelt jedoch ein Getreideabkommen für ukrainische Schwarzmeer-Exporte. Es kommt auch zu Gefangenenaustauschen. Das Bild zeigt das Treffen vom 23. Juli 2025.
Bild: Ozan Kose/AFP
NATO-Gipfel in Vilnius: Vereint im Kampf für die Ukraine
Beim NATO-Gipfel im Juli 2023 in Vilnius begrüßten US-Präsident Joe Biden und NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Das Treffen soll die anhaltende Unterstützung der NATO für die Ukraine im Konflikt mit Russland unterstreichen.
Bild: Kay Nietfeld/picture alliance/dpa
Eklat im Oval Office: Trump und Selenskyj geraten aneinander
Seit Ende Januar 2025 ist Donald Trump wieder US-Präsident. Um sich seiner Unterstützung zu versichern, reist Selenskyj nach Washington. Doch bei dem Treffen im Weißen Haus am 28. Februar 2025 eskaliert das Gespräch vor laufenden Kameras. Trump wirft Selenskyj Undankbarkeit vor und zweifelt an einer weiteren Zusammenarbeit. Der Eklat wirft Fragen zur weiteren US-ukrainischen Partnerschaft auf.
Bild: Saul Loeb/AFP/Getty Images
Von der Leyen in Kiew: EU bekräftigt entschlossene Unterstützung für Ukraine
Inmitten des Krieges reist Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, im September 2024 nach Kiew, um Präsident Wolodymyr Selenskyj persönlich zu treffen. Sie betont nicht nur die ungebrochene Unterstützung der EU, sondern auch die Bereitschaft, in dem Konflikt aktiv zu vermitteln.
Bild: Efrem Lukatsky/AP Photo/picture alliance
Friedensgespräche in Dschidda: Saudi-Arabien startet neue Initiative
In die Friedensbemühungen schaltet sich auch Saudi-Arabien ein. Im August 2023 treffen sich Vertreter von über 40 Ländern in Dschidda. Russland ist nicht eingeladen. Im März 2025 empfängt der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman (re.) Selenskyj, um Saudi-Arabiens weitere Vermittlerrolle sowie humanitäre und wirtschaftliche Zusammenarbeit zu besprechen.
Bild: SPA/Xinhua/picture alliance
Überraschendes Treffen im Petersdom: Selenskyj und Trump erneuern Dialog
Seit dem Eklat im Weißen Haus sind die Beziehungen zwischen der Ukraine und den USA angespannt. Überraschend treffen sich Selenskyj und Trump am 26. April 2025 bei der Trauerfeier für Papst Franziskus im Petersdom. Ihr 15-minütiges Vier-Augen-Gespräch bezeichnen beide hinterher als "sehr produktiv". Sie signalisieren eine Fortsetzung der Verhandlungen für einen Waffenstillstand und Frieden.
Bild: Ukrainian Presidential Press Service/Handout via REUTERS
Polit-Express nach Kiew: Signal der Geschlossenheit
Am 9. Mai 2025 rollt ein besonderer Zug in Richtung Kiew: An Bord sind Premier Keir Starmer, Präsident Emmanuel Macron und Kanzler Friedrich Merz - erst seit drei Tagen im Amt. Auch Polens Ministerpräsident Donald Tusk reist in die Ukraine. In ihrer Erklärung heißt es, der Besuch sei "ein klares Zeichen der Solidarität mit der Ukraine gegen die barbarische und illegale russische Vollinvasion".
Bild: Stefan Rousseau/REUTERS
G7-Gipfel in Kanada: Bruchlinien im westlichen Bündnis
Der G7-Gipfel im kanadischen Ferienort Kananaskis im Juni 2025 offenbart Risse im westlichen Bündnis. Es fehlt an einem gemeinsamen Vorgehen gegen Russland. Die vorzeitige Abreise Trumps und seine mangelnde Entschlossenheit, Putin unter Druck zu setzen, untergraben die Geschlossenheit. So gibt es keine große gemeinsame Abschlusserklärung. Die Konferenzteilnehmer und Selenskyj wirken ratlos.
Bild: Michael Kappeler/dts Nachrichtenagentur/IMAGO
Trump-Gesandter im Ukraine-Krieg: Steve Witkoffs Vermittlungsmission
Trump entsendet den Immobilienunternehmer Steve Witkoff, um im Ukraine-Krieg zu vermitteln. Seit November 2024 ist der Geschäftsmann Sondergesandter des US-Präsidenten. Mehrfach trifft er in Moskau Wladimir Putin, so auch am 6. August 2025. Witkoff gilt als langjähriger Trump-Vertrauter - das verschafft ihm direkten Zugang, weckt jedoch auch Skepsis bei Partnern und Gegnern.
Bild: Gavriil Grigorov/AP Photo/picture alliance
Vor Alaska-Gipfel: Merz stärkt Selenskyj den Rücken
Kurz vor dem mit Spannung erwarteten Trump-Putin-Treffen in Alaska trifft Merz am Mittwoch den ukrainischen Präsidenten in Berlin. Ziel: ein klares Signal gegen mögliche Deals über ukrainisches Territorium. Selenskyj warnt vor Putins Täuschungsmanövern, Merz betont, dass territoriale Fragen nicht ohne die Ukraine entschieden werden dürfen.
Bild: Guido Bergmann/BPA/REUTERS
Trump-Putin-Gipfel in Alaska: Treffen ohne greifbare Ergebnisse
Auf einer US-Militärbasis in Alaska treffen sich US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin am 15. August sehr medienwirksam. Doch konkrete Ergebnisse wie eine Waffenruhe bleiben aus. Putin stärkt sein Bild auf der Weltbühne, Trump spricht nur vage von Fortschritten. Nach Alaska rücken multilaterale Verhandlungsformate und Sicherheitsgarantie-Diskussionen in den Mittelpunkt.
Bild: Andrew Caballero-Reynolds/AFP
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Die ersten Stellungnahmen aus Moskau nach den Gesprächen in Berlin lassen kaum auf eine baldige Einigung hoffen. Insbesondere wies der Kreml die vom deutschen Kanzler Merz geäußerte Idee einer Waffenruhe über Weihnachten zurück: "Wir wollen keinen Waffenstillstand, der der Ukraine eine Atempause verschafft und sie auf eine Fortsetzung des Krieges vorbereitet", erklärte Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow.
Damit dürften die russischen Angriffe auf die Ukraine auch an den Feiertagen unvermindert weitergehen. Peskow sagte, Russland habe noch keine Texte zu westlichen Sicherheitsgarantien für die Ukraine bekommen. "Sobald wir sie sehen, werden wir sie analysieren", so Peskow.
Adaption aus dem Ukrainischen: Markian Ostaptschuk