Ex-Polizist vermutlich tot
13. Februar 2013Zunächst hieß es, die dramatische Jagd auf einen gesuchten Ex-Polizisten in Kalifornien sei beendet. Mehrere US-Medien berichteten, in der Nacht zum Mittwoch sei eine Leiche gefunden worden. Dem Sender CNN zufolge sollte es sich bei dem Fund in einer ausgebrannten Hütte um den 33-jährigen Christopher Jordan Dorner handeln. Der ehemalige Polizist hatte sich in dem Gebäude in einem Waldgebiet nahe Big Bear, rund 140 Kilometer östlich von Los Angeles, am Dienstagnachmittag verbarrikadiert.
Diesen Berichten hat die Polizei von Los Angeles aber inzwischen widersprochen. Man habe noch nichts in der ausgebrannten Hütte gefunden. Der Brandort sei noch zu heiß, um ihn betreten und durchsuchen zu können, sagte ein Polizeisprecher. Nach Angaben der örtlichen Polizei gehen die Beamten aber davon aus, dass der Tatverdächtige während des Brandes in der Hütte war. Experten hielten es für unwahrscheinlich, dass jemand das Feuer überlebt haben könnte. TV-Nachrichtensender zeigten Bilder von dichtem Rauch über dem brennenden Gebäude.
Seit einer Woche wird nach dem 33-jährigen Mann gefandet. Am Dienstag hatte die Suche eine dramatische Wende genommen. Ein weiterer Polizist war dabei tödlich verletzt worden. Nach dem Diebstahl eines Fahrzeugs in der Ortschaft Big Bear hatten sich Dutzende Beamte in der ländlichen Bergregion an die Fersen des Flüchtigen geheftet. Dabei kam es zu einem Schusswechsel. Dorner soll in der leerstehenden Hütte Schutz gesucht und von dort aus weitere Schüsse abgegeben haben, teilte die Polizei mit. Mehrere Beamte wurden verletzt. Einer von ihnen wurde später in einem Krankenhaus für tot erklärt.
Am Montag hatte die Justiz Anklage wegen Mordes und versuchten Mordes gegen den Flüchtigen erhoben. Er soll in der vergangenen Woche drei Menschen, darunter einen Polizisten, umgebracht haben. Die Behörden setzten ein Millionen-Kopfgeld aus.
Christopfer Dorner war 2009 nach einem Disziplinarverfahren vom Polizeidienst ausgeschlossen worden. In einer Mitteilung auf seiner Facebook-Seite stellte er sich unter anderem als Opfer von Rassismus dar. In dem Schreiben drohte er mehr als zwei Dutzend Menschen mit Gewalt, darunter auch früheren Kollegen.
gb/sti (dpa, afpd)