1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen
Politik

Diese fünf Videos zum Ukraine-Krieg sind Fakes

25. Februar 2022

Soldaten, Kampfjets, Explosionen: Derzeit fluten Videos zum russischen Angriff auf die Ukraine das Internet. Einige sind echte, erschreckende Bilder dieses Krieges. Doch viele Nutzer verbreiten auch Fakes.

Ukraine-Krieg | Kiew morgens 25.02.22
Dieses Bild ist kein Fake - Explosion in Kiew morgens am 25. Februar 2022 Bild: Ukrainian President s Office/Zuma/imago images

Die Eindrücke des russischen Angriffs auf die Ukraine lassen die Menschen in den sozialen Netzwerken nicht unberührt. Doch trotzdem - oder sogar gerade in einer solchen Situation - ist Vorsicht geboten, was man teilt. Denn es kursieren auch viele Videos, die in Wahrheit etwas anderes zeigen oder sogar gar nicht real sind. Wir stellen einige davon vor.

Fake 1: Russische Soldaten in Feierlaune?

Fake-Video Soldaten

00:38

This browser does not support the video element.

Dieses in den sozialen Netzwerken kursierende Video hat für Aufruhr gesorgt - angeblich zeigt es tanzende russische Soldatinnen und Soldaten, kurz bevor sie in den Ukraine-Krieg ziehen. Der Ort der Aufnahme sieht aus wie eine U-Bahn-Station - und es ist auch eine. Ansonsten ist aber leider kaum etwas so, wie von vielen Nutzerinnen und Nutzern angenommen. 

Über die Bilderrückwärtssuche eines Screenshots aus dem Video lassen sich ältere Versionen des Clips finden, auf Google Maps dann auch Fotos der betreffenden U-Bahn-Station: Sie liegt in Usbekistan, nicht in Russland. Es stellt sich heraus, dass das Video ursprünglich von 2018 ist und eine Kapelle des usbekischen Militärs bei einem Konzert in der U-Bahn der Hauptstadt Taschkent zeigt.

Fake 2: Verblüffend echt

Fake-Video Videogame

00:29

This browser does not support the video element.

Angreifende Jets am dunklen Himmel, Feuersalven und die Headline "Oh mein Gott!! Russland hat die Ukraine angegriffen! Schaut euch dieses Video an!" Viele Internetnutzer dachten, sie sehen Kampfhandlungen zwischen der Ukraine am Boden und Russland in der Luft. Doch weit gefehlt: Die Bilder stammen aus dem Computerspiel "Arma 3" - nicht das erste Mal, dass solche Spielsequenzen als angeblich echte Kampfbilder gepostet werden.

Fake 3: Flugshow oder Ernst?

Fake-Video Jets

00:30

This browser does not support the video element.

Ein Video auf Twitter zeigt laut dem Urheber die "Live-Übertragung des Krieges in der Ukraine". Zu sehen ist eine Formation von Kampfjets, die bedrohlich nahe über ein Stadtgebiet fliegt. Die Bilderrückwärtssuche eines Screenshots zeigt allerdings: Das Video zirkulierte bereits 2020 im Netz und zeigt eine Flugshow im Norden von Moskau. Damit ist es eines von vielen Clips, die statt der aktuellen Geschehnisse in der Ukraine in Wirklichkeit etwas anderes abbilden.

Fake 4: Auch Medien fallen rein

Nicht nur Userinnen und User, auch Medien können Fakes aufsitzen, gerade in so einer unübersichtlichen Lage wie jetzt. Im TV-Programm der Bild-Zeitung waren jüngst russische Soldaten zu sehen, die zu Hunderten per Fallschirm abspringen. . 

Der Moderator der News-Sendung zum russischen Angriff erklärt das ukrainische Charkiw zum Schauplatz der Szene. Doch er liegt falsch - genau dasselbe Video existierte schon 2016 unter anderem bei Facebook - es zeigt angeblich russische Fallschirmjäger bei Trainings in Russland selbst. 

Fake 5: Tankstellen-Explosion statt russischem Angriff

Fake-Video Explosion

00:15

This browser does not support the video element.

 In diesem Tiktok-Video kommt es zu einer gewaltigen Explosion, angeblich ein Anschlag in der Ukraine einen Tag vor der russischen Invasion. Auch hier hilft die Bilderrückwärtssuche. Zwar findet sich nicht genau derselbe Clip, aber ähnliche, die aus anderer Perspektive dasselbe Ereignis zeigen. Und dieses ist: Die Explosion einer Tankstelle in der sibirischen Stadt Nowosibirsk letzten Sommer. Stutzig machen in dem Video unter anderem auch die Bäume und Sträucher - sie sind erstaunlich grün für Februar in der Ukraine.

Den nächsten Abschnitt Mehr zum Thema überspringen