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USA: Fans mit WM-Ticket bekommen schnellere Visa-Termine

18. November 2025

Wer ein Ticket für die Fußball-WM 2026 hat, soll in den USA schneller einen Termin für das Visum bekommen. US-Präsident Trump kündigt den "Fifa-Pass" an - und droht erneut zwei Städten mit dem Entzug von WM-Spielen.

US-Präsident Trump, FIFA-Boss Infantino und US-Außenminister Rubio im Weißen Haus
US-Präsident Trump, FIFA-Boss Infantino und US-Außenminister Rubio (v.l.n.r.) im Weißen HausBild: Will Oliver - Pool via Consolidated News Photos/picture alliance

Fans mit Tickets für die Fußball-WM 2026 sollen bei der Vergabe von Terminen für US-Visa bevorzugt behandelt werden. Das kündigte US-Präsident Donald Trump nach einem Treffen der WM-Task-Force im Weißen Haus an und sprach von einem sogenannten "FIFA-Pass".

"Wenn Sie ein Ticket für die WM haben, können Sie bevorzugt einen Termin kriegen, um Ihr Visum zu bekommen", erklärte FIFA-Präsident Gianni Infantino. US-Außenminister Marco Rubio ergänzte: "Unser Rat ist: Wenn Sie ein Ticket haben für eines der Spiele, bewerben Sie sich um einen Termin so schnell wie möglich und warten Sie nicht bis zur letzten Minute."

Das Ticket alleine sei kein Visum und garantiere keinen Einlass in die USA, so Rubio. "Aber es garantiert Ihnen einen beschleunigten Termin." Der Überprüfungsprozess bleibe unverändert, betonte der Außenminister. "Der Unterschied ist, dass Sie in der Schlange weiter nach vorne kommen."

Größte WM aller Zeiten - Deutschland ist dabei

Die USA richten das Turnier im kommenden Sommer gemeinsam mit Mexiko und Kanada aus. Es wird die größte Fußball-WM der Geschichte mit 48 teilnehmenden Nationen.

Am 5. Dezember findet in Washington die Auslosung statt. Dann erfährt auch die deutsche Nationalmannschaft, die sich mit dem 6:0-Sieg über die Slowakei bereits qualifiziert hat, ihre Gegner in der Gruppenphase.

Trump hob den wirtschaftlichen Nutzen des Turniers hervor und versprach die "beste WM aller Zeiten". "Das ist wie viele Super Bowls. Viele Spiele sind fast wie Super Bowls. Man könnte sogar sagen, manche davon sind größer als Super Bowls", sagte der Präsident.

Trump droht Seattle und Los Angeles

Der 79-Jährige erneuerte zudem seine Drohung, einzelnen Gastgeberstädten Spiele zu entziehen, sollte die Sicherheit nicht gewährleistet sein. Konkret nannte er Seattle und Los Angeles. Auf die Frage, bis wann eine Verlegung spätestens erfolgen müsste, blieb Trump vage.

Der Republikaner behauptet seit Monaten, die Kriminalität in einigen US-Städten sei außer Kontrolle und könne nur mit seiner Hilfe eingedämmt werden. Offizielle Statistiken stützen diese Behauptungen nicht.

Los Angeles war eine der US-Städte, in die Trump Nationalgardisten entsandte, um für Sicherheit zu sorgenBild: Jill Connelly/ZUMA Press Wire/dpa/picture alliance

Zudem ist in den FIFA-Statuten vermerkt, dass Regierungen nicht in die Belange des nationalen oder internationalen Fußballverbands eingreifen dürfen. Das betrifft auch die Austragung von Spielen.

Im Kontext der WM 2026 ist die FIFA allerdings auf Sicherheitsgarantien der Regierungen angewiesen. Laut offiziellen Stellungnahmen liegt die Verantwortung für Sicherheit und Schutz "selbstverständlich bei den jeweiligen Regierungen", die entscheiden, was im besten Interesse der öffentlichen Sicherheit ist.

Die FIFA betont aber, dass die Austragung der Spiele und die Auswahl der Spielorte in ihrer Zuständigkeit bleiben. Zusätzlich gibt es vertragliche Bindungen: Mit den Host Cities bestehen feste Verträge. Eine Verlegung ohne triftigen Grund und ohne Einhaltung der FIFA-Regularien würde hohe Regressforderungen nach sich ziehen.

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