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Reise

Fernweh und Flugscham

25. Mai 2022

Dürfen wir angesichts des rasanten Klimawandels noch ohne Gewissensbisse in ferne Länder fliegen? Was bedeutet es, nachhaltig Urlaub zu machen?

Symbolbild | Flugreise
Bild: Rainer Keuenhof/picture alliance

Zwischen Fernweh und Flugscham - wo sollen wir uns als Reisende in Zukunft positionieren?

Nicht erst seit der "Corona-Zwangspause” steht fest: Exzessives Reisen schadet der Umwelt. Tourismus formt ganze Landstriche um, verändert Gesellschaften rasant und lässt oft nur wenige profitieren. Doch wer sehnt sich nicht nach Urlaub, Entspannung und neuen Erfahrungen? Aber wenn wir Städte, Natur und Klima schonen wollen - müssen wir in Zukunft anders reisen? 

Das Geschäft mit dem Reisen ist einer der globalen Wirtschaftszweige: Vor der Pandemie generierte die Branche einen Umsatz von 1.450 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Städte-Hopping zu Schnäppchenpreisen oder Kreuzfahrten, auf denen man in einer Woche so viel CO2 verbraucht wie in einem Jahr Autofahren. Die Sehnsucht nach Reisen und neuen Erfahrungen ist ungebrochen, vielleicht nach der Dauer-Quarantäne umso größer.

Bild: Hilda Weges/Zoonar/picture alliance
Bild: Salinee Prab/AP Photo/picture alliance
Bild: Grgo Jelavic/PIXSELL/picture alliance

Das Kamerateam ist unterwegs in den Tourismus-Hotspots Barcelona, Venedig und Dubrovnik. Und in Paris arbeitet ein Start-up-Unternehmen bereits an der virtuellen Welt des Reisens. Während sich Barcelona mit Mobilitätskonzept und der Dezentralisierung von Kultur eine neue Form von Urbanität erkämpft, setzt Venedig auf Eintrittsgebühr und digitale Überwachung: Hunderte Kameras sollen helfen, Besuchermassen besser zu steuern.

Bild: Colourbox/Olesya

Der Tourist wird gläsern und das schon bei der Urlaubssuche: Algorithmen checken unsere Daten und schicken uns die passenden Werbeangebote. Welche Risiken unsere Spuren im Netz bergen, erläutern ein Datenanalyst und ein Netzaktivist.

Die Dokumentation fragt, was sich ändern muss, damit europäische Besucherhotspots einen zukunftsfähigen Tourismus gestalten können und wie sie mit neuen Besucherströmen umgehen wollen. Was muss die Politik vorgeben und wo ist jeder Einzelne gefragt, damit auch die nächste Generation noch mit gutem Gewissen reisen kann?

 

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