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KriminalitätEuropa

Schlag gegen Cyberkriminelle

8. November 2021

Bei internationalen Razzien gegen Cyberkriminelle sind sieben Menschen festgenommen worden. Sie sollen bei sogenannten Ransomware-Attacken mehr als eine halbe Million Euro erbeutet haben.

Symbolbild | Cybersicherheit
Bild: Frank Rumpenhorst/dpa/picture alliance

Die Festgenommenen würden verdächtigt an rund 7000 Ransomware-Einschleusungen beteiligt gewesen zu sein, hieß es in einer Mitteilung von Europol. Dabei hätten sie "mehr als 200 Millionen Euro Lösegeld" gefordert. Allein zwei Verdächtige seien für etwa 5000 Einschleusungen von Schadsoftware verantwortlich, die rund eine halbe Million Euro eingebracht hätten.

Bei Ransomware handelt es sich um eingeschleuste Software, die Computer und andere Systeme blockiert. Anschließend werden die Betreiber erpresst, damit die Systeme wieder freigeschaltet werden. In dem Begriff steckt das englische Wort für Lösegeld ("ransom").

Die Cyber-Attacken richteten sich nach Angaben der EU-Justizbehörde Eurojust gegen Unternehmen, Kommunen, Krankenhäuser, Justiz, Schulen und Universitäten.

Hacker- und Erpresserbanden im Visier der Ermittler

Wie die EU-Polizeibehörde Europol mitteilte, stehen die Festnahmen im Zusammenhang mit der auch unter dem Namen Sodinokibi bekannten russischen Hackergruppe Revil und der Erpresser-Bande Gandcrab.

Der russischen Hackergruppe Revil wird eine Serie großangelegter Cyberangriffe zur Last gelegt. Im Juli hatte das Verschwinden von Revil-Websites für Spekulationen gesorgt, wonach die Gruppierung ins Visier der Regierungsbehörden geraten sein könnte.

An den Ermittlungen im Rahmen der monatelangen "Operation Golddust" waren den Angaben zufolge neben Europol auch Interpol und  Eurojust beteiligt. Demnach wurden am vergangenen Donnerstag zwei Verdächtige in Rumänien und ein Verdächtiger in Kuwait festgenommen. Drei weitere befinden sich in Gewahrsam in Südkorea. In einem nicht genannten europäischen Land wird laut Europol ein siebter Verdächtiger festgehalten.

hf/uh (dpa, afp)

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