Flüchtlinge aus Syrien bleiben größtenteils in Deutschland
7. August 2025
Nach dem Sturz des Assad-Regimes in Syrien Ende vergangenen Jahres sind erst etwa 4000 syrische Staatsangehörige aus Deutschland in ihre Heimat zurückgekehrt. Das zeigen Recherchen des TV-Politikmagazins "Panorama" (ARD).
Derzeit leben rund eine Million Syrerinnen und Syrer in der Bundesrepublik. Die meisten flüchteten 2014 und 2015 vor dem damaligen Bürgerkrieg nach Deutschland.
Mit und ohne 1000 Euro Starthilfe
Von den syrischen Rückkehrern nutzten laut "Panorama" 995 die Möglichkeit, ihre freiwillige Ausreise über das bundesweite Programm namens "REAG/GARP 2.0" bezuschussen zu lassen. Dabei wurden unter anderem Reisekosten übernommen und eine Starthilfe von 1000 Euro gezahlt. Weitere 193 Ausreisen seien mit Förderungen durch Programme einzelner Bundesländer erfolgt.
Mehr als 2700 syrische Staatsangehörige verließen Deutschland bis Ende Juni demnach ohne Förderung. Nach Auskunft des Bundesinnenministeriums in Berlin wird dabei nicht erfasst, ob ihr Ziel Syrien oder ein anderer Staat war.
Keine Abschiebungen nach Syrien
Neben finanziellen Anreizen für eine freiwillige Rückkehr hatte sich die Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag darauf verständigt, wieder nach Syrien abzuschieben - "beginnend mit Straftätern und Gefährdern". Zuständig für Rückführungen sind die Bundesländer. Doch eine Nachfrage von "Panorama" dort ergab, dass bisher noch keine derartigen Rückführungen umgesetzt wurden.
wa/pgr (dpa, kna, panorama.de)
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