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KatastropheMalaysia

Flug MH370: Suche nach Wrack wird verlängert

29. Juni 2026

Das Verschwinden eines Passagierjets der Malaysia Airlines im Jahr 2014 gehört zu den größten Rätseln der Luftfahrtgeschichte. Und es soll noch gelöst werden.

Malaysia Shah Alam 2019 | Wandbild mit dem Heck einer MH-Maschine von Puzzleteilen umgeben (07.03.2019)
Ein Wandbild in der malaysischen Großstadt Shah Alam erinnert an das Verschwinden von Flug MH370 (Archivfoto)Bild: Kepy/ZUMA/picture alliance

Seit mehr als zwölf Jahren fehlt jede Spur von der verschwundenen Boeing 777 der Fluggesellschaft Malaysia Airlines - auch modernste Technik konnte das Wrack bisher nicht aufspüren. Doch das auf Tiefsee-Erkundungen spezialisierte Unternehmen Ocean Infinity will und muss nicht aufgeben.

Die Suche nach der Maschine wird mindestens ein weiteres Jahr lang fortgesetzt, wie Malaysias Transportminister Anthony Loke mitteilte. Die Aktion werde bis zum 30. Juni 2027 verlängert. Die Entscheidung zur Fortsetzung der Suche sei "Ausdruck des anhaltenden und unerschütterlichen Engagements der Regierung", so Loke, den Angehörigen der Passagiere an Bord des Fluges MH370  "Gewissheit zu verschaffen".

In Malaysia zuständig für die "MH370"-Suche: Transportminister Anthony Loke (Archiv)Bild: Cheng Yiheng/Xinhua/IMAGO

Ocean Infinity soll nun als Nächstes ein bislang noch nicht durchsuchtes Gebiet von rund 7429 Quadratkilometern Größe durchkämmen. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben seit 2018 schon etwa 140.000 Quadratkilometer Meeresboden während der Suchaktion kartiert.

"Das Ausmaß der Herausforderung - sowohl geografisch als auch technologisch - ist kaum zu begreifen", so die Einschätzung von Firmenchef Oliver Plunkett. Zumindest könne man mit Sicherheit sagen, dass sich das Wrack nicht in den bereits untersuchten Gebieten befinde. 

Was war passiert?

Das Passagierflugzeug war am 8. März 2014 auf einem Flug von Kuala Lumpur nach Peking plötzlich von den Radarschirmen verschwunden. Es wich aus unbekanntem Grund vom Kurs ab, wie sich später anhand von technischen Signalen rekapitulieren ließ.

Vermutlich stürzte die Maschine nach stundenlangem Flug mit leerem Tank in den südlichen Indischen Ozean. An Bord befanden sich insgesamt 239 Menschen, überwiegend Staatsangehörige Chinas und Malaysias.

Mutmaßliches Wrackteil der abgestürzten Boeing 777 - bei einer Gedenkveranstaltung in Subang Jaya zehn Jahre nach dem Absturz (2024)Bild: Hasnoor Hussain/REUTERS

Bis heute wurden lediglich wenige Wrackteile an verschiedenen Küsten angeschwemmt. Bis 2017 unternahm auch Australien eine erfolglose Suchaktion. Ocean Infinity hatte später eine "No-Find-No-Fee"-Vereinbarung ("Kein Fund, keine Bezahlung") mit der Regierung in Kuala Lumpur ausgehandelt. Das in Großbritannien und den USA ansässige Unternehmen werde nur dann den vereinbarten Betrag von 70 Millionen Dollar (rund 61 Millionen Euro) erhalten, wenn es das Wrack finde, bekräftige jetzt der malaysische Transportminister Loke.

Bei anderen Suchaktionen war Ocean Infinity erfolgreich: So hatten unter anderem Mini-Unterwasserfahrzeuge 2018 das im Jahr zuvor verschollene argentinische U-Boot "ARA San Juan" vor der Küste Patagoniens entdeckt. 2019 wurde das seit rund 50 Jahren im nordwestlichen Mittelmeer vermisste U-Boot "Minerve" aufgespürt.

wa/AR (afp, dpa, ap, rtr)

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