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Forschende entwickeln Fisch-Alternative

03:29

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Joachim Eggers
15. November 2025

Fischersatzprodukte gibt es schon einige, jetzt auch Thunfisch aus Algen. Allerdings nehmen Meeresalgen Schadstoffe auf. Forschungsteams versuchen daher, Algen in salinem Grundwasser zu kultivieren.

Algen als besondere Nahrungsmittel liegen im Trend. Sie werden in den verschiedensten Formen angeboten: frisch, tiefgefroren, als Pulver oder in Flocken. Doch wie gesund sind Algen und wie werden sie verwendet?

Das Berliner Start-Up Bettafish produziert und verkauft veganen Thunfisch aus Algen (https://bettafish.co/de). Struktur und Geschmack erinnern an normalen Dosenthunfisch.

Die Algen des Start-ups wachsen nur acht Wochen im Meerwasser, aber dabei nehmen sie alle Stoffe der Umgebung wie ein Schwamm in sich auf. Miriam Gössmann von Bettafish verspricht nur Algen zu verwenden, die "ein essbares Level an Schwermetall" haben. Durch Blanchieren der Algen könne man den Schwermetall-Anteil reduzieren und ein "sicheres Lebensmittel" anbieten.

Die Algenspezialistin Anna Fricke lacht: "Wenn es so einfach wäre, würde mich das sehr freuen. Da bin ich etwas skeptisch." Sie arbeitet für das Projekt "Food4Future" (https://www.food4future.de/de/home) am Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenanbau (https://igzev.de/).

Fricke will die Makroalgenkultivierung abseits der Küste im "urbanen Raum" erschließen. Als erster Forscherin in Deutschland sei es ihr gelungen, Makroalgen in salinem Grundwasser anzupflanzen und unter LED-Licht zum Wachsen zu bringen.

Sollte das Konzept auch in großem Stil greifen, könnte man "auch im Inland frische, gesunde Algenbiomasse" erzeugen. Sie schon in wenigen Jahren damit, dass Makroalgen im Indoor-Farming kultiviert werden.