News kompakt: Frankreich stoppt Tanker der Schattenflotte
21. März 2026
Im westlichen Mittelmeer hat Frankreichs Marine ein aus Russland kommendes Frachtschiff festgesetzt. Dabei handelt es sich um den Öltanker "Deyna", wie Präsident Emmanuel Macron mitteilte. Der Tanker gehöre zur russischen Schattenflotte. Diese Schiffe, die internationale Sanktionen umgingen und das Seerecht verletzten, seien Kriegsgewinnler, so Macron. Damit würden Gewinne eingestrichen und der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine finanziert.
Der Einsatz sei gemeinsam mit Großbritannien ausgeführt worden, teilte die französische Mittelmeerpräfektur in Toulon mit. Der Tanker sei zur weiteren Untersuchung zu einem Ankerplatz gebracht worden. Es ist das dritte, mutmaßlich zur sogenannten russischen "Schattenflotte" gehörende Schiff, das Frankreich seit September aufgebracht hat.
Auch andere europäische Staaten sind gegen mutmaßliche Schattenflotten-Schiffe vorgegangen. Anfang März brachten belgische Spezialeinheiten ein russisches Schiff in der Nordsee auf. In der vergangenen Woche nahm die schwedische Küstenwache den russischen Kapitän eines Schiffes fest, das ebenfalls der Schattenflotte angehört haben soll.
Trump sieht US-Mission gegen Iran kurz vor dem Ziel
US-Präsident Donald Trump stellt laut eigenen Angaben eine mögliche Reduzierung der Militäroperationen gegen den Iran in Aussicht. Die USA seien "kurz davor", ihre Ziele zu erreichen, schrieb er auf seiner Online-Plattform Truth Social. Trumps Sprecherin Karoline Leavitt teilte mit, das Verteidigungsministerium in Washington rechne mit einer Gesamtdauer der Mission von vier bis sechs Wochen. Die US-Streitkräfte leisteten "hervorragende Arbeit", während die Führung in Teheran zunehmend geschwächt werde, so Leavitt.
Trump hatte den Krieg bereits vor knapp zwei Wochen als "so gut wie beendet" und als "kurzen Ausflug" bezeichnet. Dennoch dauern die Angriffe der USA und Israels an. Verteidigungsminister Pete Hegseth betonte, man liege bei den Kriegszielen "sehr gut im Plan".
US-Regierung lockert zur Preisdämpfung Sanktionen auf iranisches Öl
Die USA haben vorübergehend Sanktionen auf bereits verschifftes Öl aus dem Iran ausgesetzt. Verkauf und Lieferung sind laut US-Finanzministerium bis zum 19. April erlaubt. Ziel ist es, die durch den Iran-Krieg steigenden Rohölpreise zu dämpfen. US-Finanzminister Scott Bessent hatte den Schritt zuvor angekündigt und spricht von rund 140 Millionen Fass. Dabei betonte er, dass iranisches Öl weiterhin vom Persischen Golf nach Indien und China exportiert werde.
China und Indien sind die wichtigsten Abnehmer des Rohstoffs aus dem Iran. Kürzlich haben die USA schon den Verkauf bereits verschifften russischen Öls von Sanktionen befreit und vorübergehend zugelassen.
Modschtaba Chamenei bleibt nach wie vor unsichtbar
Der erste öffentliche Auftritt des neuen Staatsoberhaupts im Iran, Modschtaba Chamenei, lässt weiter auf sich warten. Viele Menschen im Land hatten mit Spannung darauf gewartet, ob er zum Neujahrsfest live sprechen würde. Doch das Staatsfernsehen zeigte lediglich ein Standbild mit seinem Porträt und einer iranischen Flagge. Dazu wurde eine Rede verlesen, die ihm zugeschrieben wurde.
Modschtaba Chamenei ist noch nicht öffentlich in Erscheinung getreten, seit er am 8. März als Nachfolger seines getöteten Vaters Ajatollah Ali Chamenei zum politischen und geistlichen Oberhaupt des Irans ernannt worden war. Nach Angaben der Regierung in Washington wurde er bei einem Luftangriff der USA und Israels verletzt.
Mutmaßlicher Hamas-Waffenschmuggler nach Deutschland überstellt
Zypern hat ein mutmaßliches Mitglied der Terrororganisation Hamas an Deutschland ausgeliefert. Der Verdächtige sitzt nun in Untersuchungshaft, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Der Mann war vor rund zwei Wochen bei seiner Einreise aus dem Libanon am Flughafen von Zypern festgesetzt worden. Grundlage war ein Europäischer Haftbefehl.
In den vergangenen Monaten hat die oberste deutsche Strafverfolgungsbehörde insgesamt acht Verdächtige im Zusammenhang mit mutmaßlicher Waffenbeschaffung für die Hamas festnehmen lassen. Die Waffen sollten nach Erkenntnissen der Ermittler bei Anschlägen auf israelische oder jüdische Einrichtungen in Deutschland und Europa verwendet werden. Die Hamas wird von zahlreichen Staaten, darunter Deutschland, als Terrororganisation gelistet.
Überflutungen bedrohen Anwohner auf Hawaii
Nach tagelangem Starkregen und schweren Überschwemmungen auf dem US-Archipel Hawaii haben die Behörden auf der Insel Oahu Evakuierungen angeordnet. Auslöser ist der kritisch gestiegene Pegel am Wahiawa-Damm. Sollte er brechen, drohen lebensgefährliche Überflutungen. Mehr als 4000 Menschen im Norden der Insel sind betroffen.
Hawaiis Gouverneur Josh Green rief die Bevölkerung auf, den Evakuierungsanweisungen unbedingt zu folgen. US-Nationalgarde und Küstenwache stehen zur Unterstützung bereit. In den vergangenen Tagen wurden ganze Straßenzüge überflutet, Wohngebiete versanken im Wasser, Häuser wurden beschädigt oder zerstört. Mehrere eingeschlossene Menschen mussten von Einsatzkräften gerettet werden.
pgr/AR/se (dpa, afp, ap, rtr)
Dieser Nachrichtenüberblick wurde um 9.00 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.