1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen
Politik

Frankreich stockt Truppen im Sahelgebiet auf

2. Februar 2020

Im Kampf gegen Dschihadisten in Nordafrika hat Frankreich zusätzliche Truppen bereitgestellt. Es sind sogar deutlich mehr als ursprünglich geplant.

Mali / Französische Mirage / Bamako
In Mali sind französische Truppen bereits seit Jahren im Einsatz (Archivbild)Bild: AP

Paris wird zusätzlich 600 Soldaten in den Kampfeinsatz "Barkhane" in der Sahelzone schicken, wie die französische Verteidigungsministerin Florence Parly mitteilte. Damit steigt die französische Truppenpräsenz vor Ort auf 5100 Soldaten. Präsident Emmanuel Macron hatte ursprünglich die Entsendung von weiteren 220 Soldaten angekündigt.

Frankreich und verbündete afrikanische Länder hatten Mitte Januar bei einem Gipfel im südwestfranzösischen Pau einen Kurswechsel vollzogen. Sie kündigten an, den Kampf gegen islamistische Terrorgruppen auf das besonders gefährdete Grenzgebiet zwischen Mali, Burkina Faso und Niger zu konzentrieren. Der Hauptfeind sei dort die Terrorgruppe "Islamischer Staat Große Sahara", ein Ableger der Terrormiliz IS.

Parly bezeichnete die jetzige Entscheidung als "bedeutenden Schritt" des französischen Engagements in der Sahelzone, einem Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt. Die Mobilisierung solle zudem ein "Wendepunkt" für das Engagement anderer europäischer Staaten sein.

Frankreich versucht seit längerem, vor allem europäische Partner für eine neue Eingreiftruppe ins Boot zu holen. Parly erwähnte Tschechien, das sich mit 60 Armeeangehörigen an einer solchen Task Force beteiligen wolle. Deutschland hingegen hatte nach früheren Angaben Bitten um Beteiligung an einem Einsatz europäischer Spezialeinheiten zurückgewiesen.

uh/qu (dpa, afp, ap)

 

Den nächsten Abschnitt Mehr zum Thema überspringen