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Fußball-Bundesliga: Abstiegskampf wird immer enger

9. März 2026

Die Meisterschaft ist so gut wie entschieden, aber die halbe Fußball-Bundesliga spielt noch gegen den Abstieg. Beim VfL Wolfsburg hat die anhaltende Krise nun personelle Konsequenzen. Der Rückblick auf den 25. Spieltag.

Wolfsburgs Christian Eriksen steht nach der Niederlage gegen den  Hamburger SV enttäuscht neben einem Mitspieler, der flach auf dem Rücken liegt
Ratlosigkeit bei Christian Eriksen (l.) und den anderen Wolfsburgern - der VfL hat schon wieder verlorenBild: Jürgen Fromme/firo Sportphoto/picture alliance

18 Vereine sind in der Fußball-Bundesliga dabei - und neun von ihnen spielen nach 25 Spieltagen gegen den Abstieg. Diese Zweiteilung der Liga verstärkte sich am vergangenen Wochenende noch dadurch, dass keiner der Klubs aus der unteren Hälfte im Duell gegen einen Verein aus der oberen Hälfte gewinnen konnte.

Personelle Konsequenzen beim VfL Wolfsburg

Einzig Werder Bremen und der Hamburger SV sammelten mit Siegen drei Punkte ein. Allerdings holten sie diese in direktem Vergleich mit anderen Abstiegskandidaten. Während sich der SV Werder mit 4:1 bei Union Berlin durchsetzte, gewann der HSV mit 2:1 beim kriselnden VfL Wolfsburg - ein Ergebnis, das beim Volkswagen-Klub Konsequenzen hatte.

Am Tag nach dem achten sieglosen Spiel in Serie reagierte der Verein und entließ Trainer Daniel Bauer und Sport-Geschäftsführer Peter Christiansen. Neuer Mann an der Seitenlinie wird mit Dieter Hecking ein alter Bekannter. Der 61-Jährige coachte den VfL bereits von 2013 bis 2016 und gewann mit Wolfsburg 2015 den DFB-Pokal.

2015 nach dem Sieg im DFB-Pokalfinale gegen Borussia Dortmund war Dieter Hecking in Wolfsburg der "King"Bild: Maurizio Gambarini/dpa/picture alliance


"Zum VfL Wolfsburg zurückzukehren, bedeutet mir viel. Ich habe hier eine intensive und erfolgreiche Zeit erlebt und weiß, welche Qualität und Energie in diesem Verein steckt", sagte Hecking, der am Montag offiziell vorgestellt wurde und einen Vertrag zunächst nur bis zum Ende der Saison erhielt.

"Jetzt gilt es, den Fokus voll auf die kommenden Aufgaben zu richten und gemeinsam alle Kräfte zu bündeln, um in der Bundesliga zu bleiben", so Hecking.

Die untere Tabellenhälfte der Fußball-Bundesliga nach 25 Spieltagen:

  • 10. Hamburger SV 29 Punkte | 28:36 Tore | -8
  • 11. 1. FC Union Berlin 28 Punkte | 30:42 Tore | -12
  • 12. Bor. Mönchengladbach 25 Punkte | 28:43 Tore | -15
  • 13. Werder Bremen 25 Punkte | 29:45 Tore | -16
  • 14. 1. FC Köln 24 Punkte | 34:43 Tore | -9
  • 15. 1. FSV Mainz 05 24 Punkte | 29:41 Tore | -12
  • 16. FC St. Pauli 24 Punkte | 23:40 Tore | -17
  • 17. VfL Wolfsburg 20 Punkte | 34:55 Tore | -21
  • 18. 1. FC Heidenheim 14 Punkte | 24:57 Tore | -33

Wie Wolfsburg mussten auch der 1. FC Köln, Borussia Mönchengladbach und der 1. FC Heidenheim Niederlagen einstecken und rutschten tiefer in den Abstiegsstrudel. Der FSV Mainz (2:2 gegen den VfB Stuttgart) und der FC St. Pauli (0:0 gegen Eintracht Frankfurt) retteten immerhin einen Punkt.

Köln unterlag Borussia Dortmund mit 1:2. Mönchengladbach hatte gegen den unangefochtenen Tabellenführer FC Bayern München keine Chance und verlor mit 1:4. Schlusslicht Heidenheim musste sich der TSG Hoffenheim 2:4 geschlagen geben.

Die Heidenheimer auf dem letzten Tabellenplatz liegen bereits sechs Zähler hinter dem Rest der Liga. Auch Wolfsburg hat als Vorletzter bereits vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz, den der FC St. Pauli belegt. Die Paulianer und den Hamburger SV auf Rang zehn trennen aber nur fünf Punkte.

Heidenheims Schmidt sicher, Kölns Kwasniok unter Druck

"Wir liegen am Boden, sind Tabellenletzter, sind abgeschlagen", sagte Heidenheims Trainer Frank Schmidt im Fernsehinterview. Man werde nun versuchen "jedes Spiel für uns als einzelnes zu sehen, unabhängig von der Tabelle. Man hat gesehen, dass es der Mannschaft nicht guttut und ihr auch die Erfahrung fehlt, mit so einer Situation umzugehen."

Trotz des drohenden Abstiegs droht Trainer Frank Schmidt beim 1. FC Heidenheim nicht der RauswurfBild: Martin Agüera/kolbert-press/picture alliance

Während Schmidt in Heidenheim auch nach über 18 Jahren als Cheftrainer nicht zur Diskussion steht, wird die Luft für Köln Coach Lukas Kwasniok langsam dünner. Der FC hat vier der vergangenen fünf Bundesligaspiele verloren.

"Die Mannschaft ist unverwüstlich", meinte Kwasniok nach der Niederlage gegen den BVB, die auch aufgrund unglücklicher Schiedsrichterentscheidungen zustande kam. "Auch wenn der eine oder andere das vielleicht nicht mehr hören will oder kann - wir werden das Ding drehen."

Ergebnisse und Torschützen des 25. Spieltags der Fußball-Bundesliga:

FC Bayern München - Borussia Mönchengladbach 4:1 (2:0)
Tore:
1:0 Díaz (33.), 2:0 Laimer (45.+1), 3:0 Musiala (57., Foulelfmeter), 4:0 Jackson (79.), 4:1 Mohya (89.)
Rote Karte: Reitz (Mönchengladbach) nach einer Notbremse (55.)

FSV Mainz 05 - VfB Stuttgart 2:2 (1:0)
Tore:
1:0 Lee (39.), 1:1 Demirovic (76.), 1:2 Undav (77.), 2:2 da Costa (90.+1)

SC Freiburg - Bayer 04 Leverkusen 3:3 (2:2)
Tore:
1:0 Grifo (34.), 1:1 Kofane (37.), 2:1 Suzuki (43.), 2:2 Grimaldo (45.+3, Freistoß), 2:3 Terrier (52.), 3:3 Ginter (86.)

RB Leipzig - FC Augsburg 2:1 (0:1)
Tore:
0:1 Fellhauer (39.), 1:1 Diomande (76.), 2:1 Schlotterbeck (90.+2, Eigentor)

VfL Wolfsburg - Hamburger SV 1:2 (1:1)
Tore:
1:0 Eriksen (22., Foulelfmeter), 1:1 Vuskovic (33., Foulelfmeter nach Videobeweis), 1:2 Dompé (58., Foulelfmeter)
Rote Karte: Müller (Wolfsburg) wegen unsportlichen Verhaltens (90.+9)

1. FC Heidenheim - TSG Hoffenheim 2:4 (0:2)
Tore:
0:1 Prass (26.), 0:3 Asllani (49.), 1:3 Siwsiwadse (63.), 1:4 Lemperle (78.), 2:4 Kerber (84.)

1. FC Köln - Borussia Dortmund 1:2 (0:1)
Rote Karte:
Simpson-Pusey (Köln) wegen groben Foulspiels (45.+2)

FC St. Pauli - Eintracht Frankfurt 0:0
Tore:
keine

Union Berlin - Werder Bremen 1:4 (1:2)
Tore:
1:0 Köhn (18., Foulelfmeter), 1:1 Deman (31.), 1:2 Stage (35.), 1:3 Grüll (66.), 1:4 Covic (90.+4)
Rote Karte: Schäfer (Berlin) wegen groben Foulspiels (19.)

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