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Fußball-Bundesliga: Stuttgart greift nach Champions League

11. Mai 2026

Mit einem Sieg gegen Leverkusen macht der VfB Stuttgart einen großen Schritt Richtung Königsklasse. Heidenheim kann sich noch in die Relegation retten und von Freiburg hängt viel ab. Der Rückblick auf den 33. Spieltag.

Jubel Ermedin Demirovic und Deniz Undav vom VfB Stuttgart im Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen
Big Point für Stuttgart: Nach dem Sieg gegen Bayer Leverkusen ist die Champions League zum Greifen nahBild: Robin Rudel/Pressefoto Rudel/picture alliance

Platz vier, Rang sieben und der Relegationsplatz 16 - darum geht es in der Fußball-Bundesliga nach 33 von 34 Spieltagen noch. Bisher ist nämlich nur die Entscheidung über die Meisterschaft gefallen, an drei anderen Stellen geht es in den abschließenden 90 Minuten der Saison noch um viel: Zunächst wird neben den bereits qualifizierten Klubs FC Bayern München, Borussia Dortmund und RB Leipzig noch ein vierter Starter für die Champions League gesucht.

VfB Stuttgart in der Pole Position

Im Kampf um Platz vier hat sich am Wochenende der VfB Stuttgart mit einer seiner stärksten Saisonleistungen die beste Ausgangsposition verschafft. Die Stuttgarter besiegten Bayer 04 Leverkusen mit 3:1 und verdrängten die Leverkusener vom vierten Rang.

"Wir haben als Team klug und leidenschaftlich verteidigt, aber mit viel Mut auch in der Offensive agiert. So kam Leverkusen gar nicht ins Spiel und wir konnten offensiv nachlegen", lobte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß. "Wir haben es jetzt weiter in der eigenen Hand, aber dennoch zählt am Ende nur die Tabelle nach dem 34. Spieltag."

Und da könnte die TSG Hoffenheim den Stuttgartern noch einen Strich durch die Rechnung machen. Die Hoffenheimer gewannen mit 1:0 gegen Werder Bremen und sind punktgleich hinter dem VfB Fünfter. Hoffenheim spielt am kommenden Wochenende bei Borussia Mönchengladbach, Stuttgart tritt bei Eintracht Frankfurt an.

Für Leverkusen sieht der Kampf um den Einzug in die Champions League dagegen einigermaßen hoffnungslos aus: Die Werkself hat nun drei Punkte Rückstand auf Stuttgart und Hoffenheim. Nur wenn beide ihre Spiele verlieren und die Leverkusener gleichzeitig ihr Heimspiel gegen den Hamburger SV gewinnen, können sie noch Vierter werden.

Tabelle der Fußball-Bundesliga nach dem 33. Spieltag:

  1. FC Bayern München | 86 Punkte | 117:35 Tore | +82
  2. Borussia Dortmund | 70 Punkte | 68:34 Tore | +34
  3. RB Leipzig | 65 Punkte | 65:43 Tore | +22
  4. VfB Stuttgart | 61 Punkte | 69:47 Tore | +22
  5. TSG Hoffenheim | 61 Punkte | 65:48 Tore | +17
  6. Bayer 04 Leverkusen | 58 Punkte | 67:46 Tore | +21
  7. SC Freiburg | 44 Punkte | 47:56 Tore | -9
  8. Eintracht Frankfurt | 43 Punkte | 59:63 Tore | -4
  9. FC Augsburg | 43 Punkte | 45:57 Tore | -12
  10. 1. FSV Mainz 05 | 37 Punkte | 42:53 Tore | -11
  11. Hamburger SV | 37 Punkte | 39:53 Tore | -14
  12. 1. FC Union Berlin | 36 Punkte | 40:58 Tore | -18
  13. Bor. Mönchengladbach | 35 Punkte | 38:53 Tore | -15
  14. 1. FC Köln | 32 Punkte | 48:58 Tore | -10
  15. Werder Bremen | 32 Punkte | 37:58 Tore | -21
  16. VfL Wolfsburg | 26 Punkte | 42:68 Tore | -26
  17. 1. FC Heidenheim | 26 Punkte | 41:70 Tore | -29
  18. FC St. Pauli | 26 Punkte | 28:57 Tore | -29

"Immer wenn es eng wird, schaffen wir es nicht, mannschaftlich zusammen zu stehen", beklagte Bayer-Kapitän Robert Andrich nach der Niederlage in Stuttgart. "Wir müssen das letzte Spiel gewinnen und dann beten, um in die Champions League zu kommen."

Allerdings räumte er auch ein: "Wenn man sich die gesamte Saison anschaut, haben wir es durch solche Spiele wie heute auch nicht verdient, in der Königsklasse zu spielen."

Heidenheim verschafft sich letzte Chance

Einen noch engeren Dreikampf wird es am letzten Spieltag um den Klassenerhalt geben. Mit dem VfL Wolfsburg, dem 1. FC Heidenheim und dem FC St. Pauli liegen drei Klubs punktgleich am Tabellenende - nur einer von ihnen kann es auf den Relegationsplatz schaffen. 

Die Heidenheimer erarbeiteten sich ihre Chance auf einen Verbleib in der Bundesliga durch einen 3:1-Auswärtserfolg beim 1. FC Köln. Gleichzeitig profitierten sie von der 0:1-Niederlage der Wolfsburger gegen den FC Bayern und der 1:2-Niederlage der Paulianer bei RB Leipzig.

"Hallo, wir sind auch noch da!" - Heidenheims Trainer Frank Schmidt hätte vor einigen Wochen selbst kaum noch dran geglaubtBild: Ulrich Hufnagel/dpa/picture alliance

"Auch mit dem Sieg heute kann man nicht davon ausgehen, dass wir automatisch nächstes Jahr Bundesliga spielen", sagte Heidenheims Trainer Frank Schmidt. "Aber wir haben die Chance dazu."

Pikanterweise treffen am 34. Spieltag St. Pauli und Wolfsburg im direkten Duell aufeinander. Die Heidenheimer, die sich bereits im Vorjahr durch die Relegation retteten, müssen gegen den FSV Mainz antreten. "Für den Fußball, für die Spannung, kann es nicht schöner sein. Wir haben Bock drauf. Wir werden versuchen, unsere beste Leistung zu zeigen", kündigte Schmidt an.

Alles hängt vom SC Freiburg ab

Ebenfalls noch offen ist, wer die Bundesliga in der kommenden Saison in der UEFA Conference League vertritt - oder ob dort überhaupt ein Bundesligist antritt. Normalerweise spielt dort der Tabellensiebte, momentan der SC Freiburg. Allerdings verpassten die Freiburger es, sich diesen siebten Platz bereits definitiv zu sichern, weil sie mit 2:3 beim Hamburger SV verloren.

Mit einem Sieg hätte Freiburg die Europapokal-Teilnahme gesichert - doch nach der Niederlage in Hamburg bleibt es spannendBild: Philipp Szyza/xim.gs/picture alliance

Nun müssen sie die nötigen Punkte im abschließenden Spiel gegen RB Leipzig holen, um nicht noch von Eintracht Frankfurt (zu Hause gegen Stuttgart) oder dem FC Augsburg (auswärts bei Union Berlin) abgefangen zu werden.

Und falls das passieren sollte und Frankfurt oder Augsburg auf Rang sieben landen würden, hätte der SC Freiburg vier Tage nach dem letzten Bundesliga-Spieltag die Gelegenheit, alles wieder über den Haufen zu werfen.

Am 20. Mai tritt Freiburg nämlich im Finale der Europa League gegen Aston Villa an. Gewinnen die Freiburger das Endspiel, sind sie in der kommenden Saison in der Champions League dabei. Allerdings gäbe es dann keinen deutschen Starter in der Conference League und Frankfurt oder Augsburg gingen verspätet noch leer aus. 

Ergebnisse und Torschützen des 33. Spieltags der Fußball-Bundesliga:

Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt 3:2 (2:1)
Tore:
0:1 Uzun (2.), 1:1 Guirassy (42.), 2:1 N. Schlotterbeck (45.+1), 3:1 Inácio (72.), 3:2 Burkardt (87.)

VfB Stuttgart - Bayer Leverkusen 3:1 (2:1)
Tore:
0:1 Garcia (1.), 1:1 Demirovic (6.), 2:1 Mittelstädt (45.+7, Elfmeter), 3:1 Undav (58.)

RB Leipzig - FC St. Pauli 2:1 (1:0)
Tore:
1:0 Schlager (45.), 2:0 Orban (54.), 2:1 Ceesay (86.)

TSG Hoffenheim - Werder Bremen 1:0 (1:0)
Tor:
1:0 Touré (26.)
Rote Karte: Sugawara (Bremen) wegen groben Foulspiels (5.)

FC Augsburg - Borussia Mönchengladbach 3:1 (2:0)
Tore:
1:0 Gregoritsch (24.), 2:0 Fellhauer (42.), 3:0 Gregoritsch (72.), 3:1 Reyna (90.+2)

VfL Wolfsburg - FC Bayern München 0:1 (0:0)
Tor:
0:1 Olise (56.)

Hamburger SV - SC Freiburg 3:2 (1:1)
Tore:
1:0 Jatta (14.), 1:1 Matanovic (16.), 2:1 Vuskovic (64.), 3:1 Balde (67.), 3:2 Matanovic (87.)

1.FC Köln - 1.FC Heidenheim 1:3 (1:2)
Tore:
0:1 Schöppner (8.), 1:1 Bülter (10.), 1:2 Lund (28., Eigentor), 1:3 Schöppner (72.)

FSV Mainz 05 - Union Berlin 1:3 (0:1)
Tore:
0:1 Ilic (38.), 1:1 Becker (48.), 1:2 Burke (88.), 1:3 Juranovic (90.+1)

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