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Fußball-WM: Mehrere Todesfälle in Mexiko

2. Juli 2026

Erstickte Menschen, Überfälle während Live-Übertragungen: Im WM-Gastgeberland Mexiko gibt es einige Todesopfer zu beklagen. Auch der Autofahrer, der in eine feiernde Menschenmenge gefahren war, ist gestorben.

Fans feiern den Mexikos Sieg in Mexiko-Stadt
Bei den Feierlichkeiten nach dem Sieg Mexikos gegen Ecuador kam es zu einigen TodesfällenBild: Carlos Santiago/eyepix/ZUMA/picture alliance

Rund um die Fußball-WM im Gastgeberland Mexiko häufen sich die Todesfälle. Während der Feierlichkeiten nach dem Sieg des mexikanischen Teams im Sechzehntelfinale gegen Ecuador starben nach Angaben der Gesundheitsbehörde von Mexiko-Stadt vier Menschen in der Nähe des zentralen Denkmals "Angel de la Independencia". 

Drei der Opfer sollen erstickt sein. Eine 19-jährige Frau und ein 44-jähriger Mann starben einem Facebook-Post der Gesundheitsbehörde zufolge schon auf der Straße an Erstickung. Zudem wurde eine 48-jährige Frau bewusstlos aufgefunden. Im Krankenhaus sei dann ihr Tod durch Ersticken festgestellt worden. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

Das vierte Todesopfer - ein 30-jähriger Mann - sei einem Herz-Kreislauf-Stillstand nach einem epileptischen Anfall und Blutungen im Verdauungstrakt erlegen. Insgesamt seien mehr als 1.600 Menschen im Aztekenstadion und bei den Feierlichkeiten in der Stadt vor Ort medizinisch behandelt worden, unter anderem wegen Prellungen, Knochenbrüchen, Alkoholvergiftungen und Angstanfällen. 28 Patienten mussten in Kliniken gebracht werden.

Der "Angel de la Independencia" ist ein zentraler Ort in Mexiko-Stadt, wo zehntausende Fans feiernBild: Armando Vega/REUTERS

Die Bürgermeisterin von Mexiko-Stadt, Clara Brugada, äußerte sich auf X zu den Todesfällen. Die Rettungskräfte hätten "umgehend" reagiert. "Alle medizinischen Notfallprotokolle wurden aktiviert, doch leider sind die Betroffenen verstorben." Die Regierung stehe in Kontakt mit den Angehörigen. Zugleich rief Brugada dazu auf, "stets verantwortungsbewusst, umsichtig und mit Einfühlungsvermögen zu feiern".

Unfallfahrer stirbt an Prügel-Verletzungen

Auch ein Autofahrer, der am 24. Juni nach Mexikos Sieg in der Vorrunde gegen Tschechien im Touristenort Cabo San Lucas aus noch ungeklärten Gründen in eine feiernde Menschenmenge gefahren war, verstarb nun. Das bestätigte Alberto Renteria, der Generalsekretär der Bezirksverwaltung Los Cabos im mexikanischen Bundesstaat Baja California Sur auf Facebook. 

Medienberichten zufolge erlag der Mann seinen Verletzungen am Schädel und diversen inneren Organen. Wütende Menschen hatten ihn nach seiner Fahrt durch die Menge aus seinem Fahrzeug gezerrt und verprügelt. Er sei geradezu "gelyncht" worden, schrieb das Portal "Novedades Yucatán". Nach seiner Festnahme war er in ein Krankenhaus gebracht worden. 

Weitere Informationen, ob es sich bei der Fahrt um ein Versehen oder Absicht handelte, gab es nicht. Auch nicht, ob weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Vorfall festgenommen wurden. Der Autofahrer hatte 17 Personen verletzt.

Politiker tot nach Überfall während Live-Übertragung

Schockiert zeigten sich Einwohner auch in der Gemeinde Yautepec im Bundesstaat Morelos: Dort töteten Bewaffnete während der Live-Übertragung des WM-Sechzehntelfinals zwischen Mexiko und Ecuador auf einem Sportplatz mindestens zwei Menschen und verletzten fünf weitere.

Nach Informationen des Portals "Metro" soll es sich bei einem der Toten um einen Assistenten eines Regionalpolitikers des Bundesstaats handeln. Zudem sei eine Kandidatin für das Bürgermeisteramt von Yautepec schwer verletzt worden. 

Zu dem Fußballspiel hatten sich auf dem Platz im Viertel Rancho Nuevo den Berichten zufolge Nachbarn, darunter auch Familien mit Kindern, versammelt. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt. Die Gouverneurin von Morelos, Margarita González Saravia, bestätigte den Vorfall in einem Post auf der Plattform X, nannte aber keine Zahlen zu Opfern.

asz/ck (SID, dpa)

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