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KatastropheLaos

Fünf Vermisste in Höhle in Laos lebend gefunden

27. Mai 2026

Ein Wassereinbruch hatte die Gruppe überrascht. Nun konnten Helfer durch enge Gänge zu den Eingeschlossenen vordringen. Doch zwei weitere Männer werden noch vermisst.

Laos Xaisomboun 2026 | Rettungskräfte mit Helmen und Stirnleuchten stehen am Eingang einer Höhle, in die hinein ein orangefarbener dicker Schlauch führt
Zugeführte Frischluft: Helfer an der UnglücksstelleBild: Metta Tham Rescue Kalasin/AP Photo/picture alliance

Rettungsteams haben fünf in einer überfluteten Höhle in Laos eingeschlossene Goldsucher gefunden. Die Männer, die mehr als eine Woche lang festsaßen, seien in Sicherheit, teilten die laotische Organisation Rescue Volunteer for People und die thailändische Rettungseinheit MTK mit.

In sozialen Netzwerken ist zu sehen, wie sich Retter um den Hals fallen und Freudenschreie ausstoßen. Einige von ihnen brechen vor Erleichterung in Tränen aus. Doch die Anspannung ist nicht gänzlich vorüber: Zwei weitere Vermisste werden noch immer gesucht.

"Hungrig und erschöpft"

Auch die gefundenen Personen sind nach wie vor in der Höhle - ihre aufwendige Bergung steht noch bevor. "Wir werden Lebensmittel und Medikamente schicken", heißt es in einer Mitteilung auf Facebook. Die Zeitung "Laotian Times" schreibt: "Die Überlebenden sind Berichten zufolge hungrig und erschöpft, aber in stabilem Zustand."

Insgesamt zehn Männer hatten nach Gold gesucht, als starker Regen die Höhle im Bezirk Longchaeng flutete. Drei von ihnen konnten sich vor den einbrechenden Wassermassen in Sicherheit bringen und die Behörden alarmieren. Lange war unklar, ob die übrigen Männer noch lebten.

Schmale Unterwasser-Abschnitte

Retter hatten sich zunächst in ihre Nähe begeben. Dabei mussten sie oft kriechend extrem enge Gänge passieren und durch schmale Unterwasser-Abschnitte tauchen. Weil die Wasserstände in der Höhle von Dienstag an deutlich sanken, konnten sie schließlich bis zu den Eingeschlossenen vordringen.

Mission für Spezialisten: "Wir werden Lebensmittel und Medikamente schicken"Bild: Metta Tham Kalasin Rescue/Handout/REUTERS

Am Wochenende waren Rettungsteams aus Thailand am Unglücksort in der nördlichen Provinz Xaisomboun eingetroffen; die Regierung in Laos hatte das Nachbarland um Hilfe gebeten - auch wegen der Erfahrung thailändischer Einsatzkräfte, denen die international beachtete Rettung einer Jugendfußballmannschaft aus der Tham-Luang-Höhle im Jahr 2018 gelungen war.

Schroffe Berge und dichter Dschungel

Der finnische Höhlentaucher Mikko Paasi und sein thailändischer Kollege Norrased Palasing, die ebenfalls an der spektakulären Aktion in Tham Luang beteiligt waren, unterstützen das Team. Der Schauplatz der gegenwärtigen Rettung liegt rund 130 Kilometer nordöstlich der laotischen Hauptstadt Vientiane, die Region ist geprägt durch schroffe Berge und dichten Dschungel.

Die Experten hatten laut dem thailändischen Einsatzkoordinator Kengkaj Bangkaowong zusätzliche Sauerstoffflaschen und Sicherheitssysteme installiert, da neuerliche Überschwemmungen drohten. Zudem versuchten Helfer, mit Belüftungsrohren die schlechte Luftqualität in der Höhle zu verbessern und alternative Zugänge über senkrechte Felsschächte hinweg zu finden.

In der Tham-Luang-Höhle im Norden Thailands hatten vor acht Jahren gleichfalls starke Regenfälle dazu geführt, dass die betroffenen Sportler für mehr als zwei Wochen in der Dunkelheit ausharren mussten. Einem internationalen Team aus Höhlentauchern und Spezialkräften gelang es schließlich, die zwölf jungen Fußballer und deren Trainer zu befreien.

jj/pg (dpa, afp)

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