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PolitikFrankreich

G7-Gruppe macht der Ukraine neue Hoffnung

17. Juni 2026

Die sieben führenden demokratischen Industrienationen wollen die Sanktionen gegen Russland noch verschärfen. Der Kreml müsse den Krieg in der Ukraine beenden, sagte US-Präsident Trump.

G7-Gipfel in Évian 2026 | Bundeskanzler Friedrich Merz, der britische Premier Keir Starmer, US-Präsident Donald Trump, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und Japans Regierungschefin Sanae Takaichi (von links nach rechts) sitzen an einem runden Tisch
Arbeitssitzung in Évian - der ukrainische Präsident Selenskyj (r.) ist als Gast dabei Bild: Thibault Camus/REUTERS

Die G7-Staaten haben der Ukraine ihre geschlossene Unterstützung zugesichert. Man stehe geeint hinter der Ukraine und unterstütze deren territoriale ​Unversehrtheit, teilen die Staats- und Regierungschefs der sieben großen westlichen Industrienationen ​in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Sie haben sich zu einem Gipfeltreffen ​in dem französischen Ort Évian am Genfer See versammelt. Zur G7 gehören neben Frankreich, das derzeit den Vorsitz innehat, die USA, Deutschland, Großbritannien, Italien, Japan und Kanada - auch Vertreter der Europäischen Union sitzen immer mit am Tisch. 

Strafmaßnahmen im Öl-und Gassektor werden verschärft

Der Druck auf die russische Kriegswirtschaft soll erhöht werden. "In diesem Zusammenhang werden ‌wir unsere Sanktionen verstärken, darunter jene im Öl- ‌und ​Gassektor", heißt es in dem Dokument weiter.

Frankreichs Präsident Macron: Wir stehen fest an der Seite der Ukraine - hier mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj (l.) Bild: Ludovic Marin/AFP

Zudem vereinbarten die Gipfelteilnehmer, die Lieferung von weitreichenden Waffen und Luftverteidigungskapazitäten an die Ukraine auszuweiten. Mit dem Ausbau der Unterstützung soll nach Angaben der G7-Gruppe die neue Dynamik unterstützt werden, die in den vergangenen Monaten durch ukrainische Fortschritte an der Front entstanden ist. Im Hinblick auf das geplante Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran wird von einem "richtigen Zeitpunkt" gesprochen.

Neben weiteren Waffen versprechen die G7-Staaten der Ukraine in der Erklärung auch zusätzliche Unterstützung, um den kommenden Winter zu bewältigen. Darüber hinaus sichern sie dem Land zu, die Vergabe von Lizenzen für eine Steigerung der militärischen Produktion zu prüfen.

Merz: Tag der Hoffnung für die Ukraine

Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz zeigte sich am Dienstag am Rande des Gipfels sehr zufrieden. Vor Journalisten sprach er von einem "Tag der Hoffnung" und sagte zur aktuellen Lage der Ukraine: "Das kann vielleicht erstmals eine Chance auf einen Frieden eröffnen." Merz blickte dabei auch auf das Auftreten von US-Präsident Donald Trump, und sagte, er habe diesen "sehr kooperativ gesehen".

Der ukrainische Präsident Selenskyj (l.) und US-Präsident Trump in Évian Bild: Ukrainian Presidential Press Service/AFP

Trump rief Russland dazu auf, "diesen Krieg zu beenden". Das Land habe so viele Menschen verloren wie auch die Ukraine, sagte der US-Präsident. "Sowas gab es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr."

Macron: Moment des strategischen Erwachens

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnete das Gipfeltreffen als "Moment des strategischen Erwachens". Gemeinsam hätten sich die USA, Kanada, Japan und die Europäer dazu entschlossen, der Ukraine zur Seite zu stehen.

Am Rande in Évian: Bundeskanzler Merz schenkt US-Präsident Trump zu dessen 80. Geburtstag ein DFB-Fußball-Trikot mit der Nr. 47 - Trump ist der 47. Präsident der Vereinigten Staaten Bild: Michael Kappeler/dpa/picture alliance

G7-Staaten hoffen auf Frieden in der Golf-Region

In ihrer Erklärung geht die G7-Gruppe auch ausführlicher auf den Iran-Krieg ein. Die von Präsident Trump erzielte Vereinbarung, die am Freitag in der Schweiz von Vertretern Washingtons und Teherans unterzeichnet werden soll, könne "Frieden und Sicherheit für alle in der Region bringen", heißt es.

"Wir unterstützen die Umsetzung des Abkommens und sind bereit, dazu beizutragen", versichern die G7-Staaten weiter. In Bezug auf die Straße von Hormus am Persischen Golf bekräftigen sie, dass "das Recht auf ungehinderte und gebührenfreie Durchfahrt die Grundlage des internationalen Handels bildet".

"Iran darf niemals eine Atomwaffe erlangen"

Es seien nun Verhandlungen mit dem Ziel eines "umfassenden und weitreichenden" Folgeabkommens nötig, um "die von Iran in der Region und darüber hinaus ausgehenden Bedrohungen" anzugehen und "sicherzustellen, dass Iran niemals eine Atomwaffe erlangt", heißt es weiter. 

se/AR (dpa, rtr, ap, afp, ARD) 

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