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General Motors steigt bei Peugeot ein

Dirk Kaufmann29. Februar 2012

Bis zuletzt hatten sie sich in Schweigen gehüllt: GM und PSA wollten ihre Verhandlungen miteinander nicht kommentieren. Jetzt wird bekannt, dass sich GM bei Peugeot einkauft.

Die Unternehmenszentrale des amerikanischen Autokonzerns General Motors (GM) in Detroit (Foto: dapd)
Bild: AP

Kaum war der Handel an den Börsen geschlossen, da wurde die Katze aus dem Sack gelassen: GM und PSA Peugeot-Citroën teilten mit, eine strategische Kooperation vereinbart zu haben. In den letzten Tagen waren immer wieder Meldungen über eine solche Zusammenarbeit verbreitet worden, die beiden Konzerne hatten dies aber weder bestätigen noch dementieren wollen.

Jetzt haben die beiden Autobauer eine Vereinbarung unterschrieben, wonach die Amerikaner sich mit sieben Prozent am französischen Konzern PSA beteiligen werden. Peugeot wird dazu eine Kapitalerhöhung um eine Milliarde Euro einleiten.

Die Karten werden neu gemischt

Die geplante Zusammenarbeit wird sich dem Vernehmen nach auf zwei Gebiete konzentrieren: Den Austausch von Autokomponenten und eine Zusammenarbeit beim Einkauf. Der Gedanke dahinter ist, durch ein Einkaufs-Joint-Venture zweier so großer Unternehmen bessere Preise aushandeln zu können. PSA ist in Europa der zweitgrößte Autoproduzent nach Volkswagen, GM sogar der größte Autokonzern der Welt – vor Volkswagen.

Das Rennen um die Nummer Eins auf dem weltweiten Automarkt ist nun spannender denn je: Der niedersächsische Volkswagenkonzern will zum weltgrößten Automobilhersteller aufsteigen und dieses Ziel 2018 erreichen. Eine Kooperation der Konkurrenten PSA und GM wird den Kampf um Marktanteile, gerade auf dem wichtigen europäischen Markt, wieder verschärfen.

dk/gmf (dpa, rtr, afp, dapd)

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