Georgischer Sicherheitschef: Hinter dem Anschlag stehen Feinde Georgiens
7. April 2004Tbilissi, 6. 4.2004, RUSTAWI-2 TV, georg.
Wano Merabischwili, Sekretär des georgischen Nationalen Sicherheitsrats, hat die Explosion in der georgischen Hauptstadt Tbilissi verurteilt, bei der der Oberkommandeur der russischen Truppen im Transkaukasus, Generalmajor Aleksnadr Studenikin, leicht verletzt worden ist. In einem Interview für den Fernsehsender Rustawi-2 am 6. April sagte Merabischwili:
"Ich haben den georgischen Präsidenten, der sich zur Zeit in Brüssel aufhält, darüber informiert. Er beauftragte mich, die Kontrolle über die Ermittlungen zu übernehmen. Das Ermittlungsverfahren ist ein wenig kompliziert, weil die Explosion auf dem Gelände des Hauptquartiers der russischen Truppen stattfand. Unsere russischen Kollegen haben aber den georgischen Ermittlern gestattet, ihrer Arbeit nachzugehen und das Gelände zu überprüfen. Wir haben den Eindruck, dass das [die Explosion] damit zu tun hat, dass es den Feinden Georgiens nicht gefällt, dass sich der georgische und der russische Präsident in letzter Zeit näher gekommen sind und dass sich zwischen Georgien und Russland ein gutnachbarschaftliches Verhältnis entwickelt. Sie [die Feinde] wollen keine Stabilität in Georgien, sie wollen nicht, dass Georgiens Verfassung auf dem gesamten georgischen Territorium gilt und sie möchten Georgien gern instabil sehen", erklärte Merabischwili. (TS)