Glimpfliches Ende in Genf
17. Februar 2014
Die Entführung einer äthiopischen Passagiermaschine ist glimpflich ausgegangen. Das Flugzeug landete sicher auf dem Flughafen in Genf. Die mehr als 200 Passagiere und Besatzungsmitglieder blieben unversehrt und der mutmaßliche Luftpirat wurde festgenommen, wie die Schweizer Polizei mitteilte. Demnach hatte der 31-jährige Co-Pilot die Maschine in seine Gewalt gebracht. Er schloss sich im Cockpit ein, als der Chefpilot zur Toilette ging. Nach der Landung ließ er sich an einem Seil vom Cockpit hinab zum Boden und leistete keinerlei Widerstand bei seiner Festnahme.
Nach seinen Worten fühlte er sich in seiner Heimat Äthiopien bedroht und verlangte daher Asyl in der Schweiz - oder zumindest die Zusicherung, nicht an Äthiopien ausgeliefert zu werden. Das geht aus einem Mitschnitt des Funkverkehrs hervor. Der Flughafen von Genf war zwischenzeitlich geschlossen worden. Zahlreiche Verbindungen von und nach Genf waren deswegen gestrichen worden.
Flug ET-702 war von der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba nach Rom unterwegs, als die Boeing 767 zur Richtungsänderung und zur Landung in Genf gezwungen wurde, wie die betroffene Fluggesellschaft Ethiopian Airlines mitteilte. Nach einem Bericht der Zeitung "Tribune de Genève" wurde die Maschine im Luftraum über dem Sudan entführt.
Nach der erzwungenen Landung war in Genf die Boeing am Ende einer Landebahn geparkt, umringt von Polizei- und Rettungsfahrzeugen. Die Passagiere mussten mit erhobenen Händen aussteigen, bevor sie in Busse stiegen, um zum Terminal gebracht zu werden.
sti/uh (afp, dpa rtr)